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pte20190514002 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Bevorstehende Ereignisse schüren den Neid

Zwei Studien liefern übereinstimmende Ergebnisse nach Experimenten mit Studenten in den USA


Neid: Gefühl verändert sich mit der Zeit (Foto: pixelio.de, Bernd Kasper)
Neid: Gefühl verändert sich mit der Zeit (Foto: pixelio.de, Bernd Kasper)

Chicago (pte002/14.05.2019/06:05) - Menschen empfinden mehr Neid auf begehrenswerte Erfahrungen anderer, bevor diese überhaupt eingetreten sind. Das haben Wissenschaftler der University of Chicago Booth School of Business http://chicagobooth.edu ermittelt. Sind diese Ereignisse erst einmal vorbei, verlieren sie ihre Kraft. Laut Forschern ist das auch dann der Fall, wenn Studienteilnehmer mit dieser Erfahrung allein gelassen werden und sie keine Anweisungen erhalten, wie sie mit dem Neid besser umgehen könnten.

Timing ist entscheidend

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Menschen generell dazu neigen, gesteigerte Emotionen über Ereignisse in der Zukunft zu haben. Die Experten aus den USA wollten herausfinden, ob das auch für Neid gilt. Neid kann negative Ergebnisse wie eine Abneigung gegen sich selbst, aber auch positive wie Inspiration hervorrufen. Untersucht werden sollte, ob der Zeitpunkt beeinflusst, wie Neid erlebt wird.

Bei der ersten Studie sollten sich 620 Teilnehmer vorstellen, dass ein enger Freund Erfahrungen machte, die für sie unerreichbar sind - wie ein Traumurlaub, ein Traumjob oder ein Traumauto. Zu den Teilnehmern gehörten Studenten, Erwachsene aus der Region und Personen, die online an der Studie teilnahmen. Ein Teil sollte sich vorstellen, wie sie sich in den Tagen und Wochen vor dem Eintreten dieser Ereignisse fühlten, der andere, wie ihre Gefühle danach wären. Die Ergebnisse zeigten, dass das Timing auch beim Nachdenken über hypothetische Szenarien eine Rolle spielte. Die Teilnehmer bewerteten Erfahrungen, die identisch waren, danach als weniger Neid auslösend als zuvor.

Die Zeit heilt alle Wunden

In einer zweiten Studie haben die Forscher untersucht, ob die gleichen Reaktionsmuster auch im wirklichen Leben auftreten. Dafür wurde der Neid auf eine Verabredung am Valentinstag bei einer gleichgestellten Person untersucht. Als Untersuchungszeitraum wurde jeder Tag des Monats Februar 2017 herangezogen. Übereinstimmend mit der ersten Studie nahm der Neid zu, als der 14. Februar näher kam. Am 15. Februar verringerte sich dieses Gefühl und blieb den Rest des Monats relativ gering. Die Forscher wiederholten den Test im Februar 2018 mit einer neuen Gruppe von Teilnehmern. Das Ausmaß des Neides wurde an drei Schlüsseltagen untersucht. Der Neid nahm vom 13. auf den 14. Februar zu und sank am 15. Februar wieder.

Harmloser und bösartiger Neid scheinen über eine unterschiedliche zeitliche Dynamik zu verfügen. Studienteilnehmer, die sich vorstellen, wie sie sich in den Tage und Wochen nach einem Neid erregenden Ereignis fühlen würden, berichteten von weniger negativen Gefühlen wie Frustration, Abneigung und Missgunst. Teilnehmer stellten sich vor, ähnliche oder sogar größere Mengen an harmlosem Neid zu empfinden. Dazu gehörten Inspiration, Motivation und Zuneigung, wenn sie über die Ereignisse als vergangen nachdachten.

Der Zeitfaktor steht den Fachleuten zufolge mit einer Verringerung negativer Emotionen und der Verringerung der Intensität aller Erfahrungen in engem Zusammenhang. Die in "Psychological Science" veröffentlichten Ergebnisse könnten bei der Regulierung der eigenen Gefühle helfen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Rückblick auf ein Neid erregendes Ereignis die größten Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat. Das Empfinden von Neid und Stress nahm ab und die positive Stimmung verbesserte sich. Das ist von großer Bedeutung, da soziale Medien auch Vergleiche mit anderen Menschen fördern. Zum Beispiel auf Facebook könnte der Zeitpunkt des Teilens einer Information eine Rolle spielen. Eine Statusmeldung, dass die Koffer für Maui gepackt sind, könnte mehr Einfluss haben als die Meldung von der Rückkehr.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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