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pte20200731005 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Bessere Straßen aus Schutt und Reifengummi

Australische Forscher der RMIT University entwickeln leistungsfähiges Recycling-Material


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Neues "Futter" für Straßenbaumaschinen (Symbolfoto: Markus Bäcker, pixelio.de)

Melbourne (pte005/31.07.2020/06:15) - Forscher der australischen RMIT University http://rmit.edu.au haben eine Verwendung für Bauschutt und Reifengummi gefunden, das allein in Australien im Millionen-Tonnen-Maßstab anfällt. Sie bereiten beides auf, vermischen es und setzen es als Unterbau von Straßen ein. Die Hälfte der weltweit abfallenden Abfälle bestehen aus Bauschutt, der nur teilweise wiederverwendet werden kann. Dazu kommen eine Mrd. Altreifen, für die das Gleiche gilt.

Schonend für die Umwelt

Der neue Materialmix ist genau auf die Bedürfnisse des Straßenbaus zugeschnitten. Er ist flexibler als die bisher verwendeten Werkstoffe. Daher zeigt der Asphalt, der die Oberschicht bildet, auch bei hoher Belastung weniger Risse. Die Schutt-Gummi-Mischung hat sowohl ökologische als auch technische Vorteile, sagt Mohammad Boroujeni, Doktorand des Bauingenieurswesens und Leiter der RMIT-Entwicklergruppe.

"Die traditionellen Materialien für den Unterbau von Straßen bestehen aus frischen Rohstoffen aus Steinbrüchen und Sandwerken", so Boroujeni. "Auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft, die den kontinuierlichen Einsatz von Ressourcen unterstützt, ist unsere Mischung die richtige Wahl für bessere Straßen und eine bessere Umwelt", so der Forscher.

Straßen bestehen in den meisten Fällen aus vier Schichten. Für die unterste nehmen die Straßenbauer grobes Material, für die zweite und dritte filigranere Werkstoffe. Den Abschluss bildet Asphalt. Boroujeni glaubt, dass der neue Mix für den gesamten Unterbau eingesetzt werden kann. Das bedeutete eine erhebliche Verkürzung der Bauzeit und vereinfachte Transporte.

Tests souverän bestanden

Tests haben bereits gezeigt, dass das Material auf hohe Belastung, Säuren und das Eindringen von Wasser souverän reagiert. Das Team setzte speziell entwickelte Maschinen ein, die hohe Belastungen gewissermaßen im Zeitraffer simulierten. Sie veränderten auch die Mischung, vor allem die Körnung der Gummiteilchen, bis sie das belastbarste Material gefunden hatten.

"Die Entwicklung neuer und innovativer Verwendungen für unsere recycelten Materialien ist von entscheidender Bedeutung", unterstreicht Professor Jie Li, Boroujenis Doktorvater. Mit dem Unterbau von Straßen will er es also nicht bewenden lassen, weil der Bedarf nicht ausreicht, um alles zu recyceln, was anfällt.

(Ende)
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