pts20080813008 in Business
Berlin Hyp: Das Ergebnis zum ersten Halbjahr 2008
Berlin (pts008/13.08.2008/10:00)
- Stabiler Zins- und Provisionsüberschuss- Wieder leicht rückläufiger Verwaltungsaufwand
- Betriebsergebnis steigt auf Eur 84,5 Mio.
- Halbjahresüberschuss liegt bei Eur 28,6 Mio. - trotz schwieriger Märkte
- Erfolgreiches Immobilienfinanzierungsneugeschäft: Eur 1,5 Mrd.
Die Berlin Hyp erreichte erneut ein gutes Halbjahresergebnis - trotz schwieriger Märkte. Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Risikovorsorge) stieg um 6,6 Prozent auf Eur 84,5 Mio. (6/12 von 2007: Eur 79,3 Mio.). Ausschlaggebend dafür waren eine stabile Entwicklung im Zins- und Provisionsüberschuss und leicht rückläufige Verwaltungsaufwendungen. Die Berlin Hyp konnte somit das erste Halbjahr mit dem guten Ergebnis vor Steuern in Höhe von Eur 36,1 Mio. (Eur 38,4 Mio.) abschließen. "Unser Geschäftsmodell erweist sich als zukunftsgerichtet und tragfähig - auch unter erschwerten Bedingungen", kommentiert Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp. "Die Finanzmarktkrise führte zwar zu Belastungen aus der Bewertung von Wertpapieren, doch dank unserer konservativen Anlagestrategie blieben die Auswirkungen überschaubar."
Zusammen mit der Landesbank Berlin wurden die Finanzierungsaktivitäten erfolgreich fortgeführt: Der Vertriebsbereich im gemeinsamen Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung wurde mit einer erweiterten Führungsstruktur in den ersten sechs Monaten den veränderten Marktbedingungen angepasst. Damit soll dem wachsenden Geschäftsvolumen angemessen Rechnung getragen werden. Unverändert konzentrieren sich die Neugeschäftsaktivitäten mit 87 Prozent auf das Investorengeschäft. Der Rest entfällt auf Wohnungsunternehmen und zu einem sehr geringen Anteil auf Developer.
Das Immobilienneugeschäftsvolumen betrug zum 30. Juni 2008 Eur 1,5 Mrd. (Eur 1,5 Mrd.). Somit konnte die Bank trotz insgesamt rückläufiger Transaktionsvolumina an die sehr guten Vorjahresvergleichszahlen anknüpfen. Der Pfandbrief hat sich trotz schwieriger Marktbedingungen einmal mehr als krisenfestes Refinanzierungsinstrument bewährt. Die Berlin Hyp hatte durchgängig einen guten Zugang zum Kapitalmarkt und platzierte im ersten Halbjahr des Jahres Jumbo-Emissionen mit einem Gesamtvolumen von Eur 2,6 Mrd. Alle Emissionen verliefen sowohl hinsichtlich der Konditionierung als auch der Marktresonanz sehr erfreulich.
Entwicklung der Berlin Hyp im ersten Halbjahr 2008:
Die Berlin Hyp erreichte einen Zinsüberschuss in Höhe von Eur 116,0 Mio. (6/12 von 2007: Eur 112,8 Mio.) und übertraf somit den Vorjahreswert um Eur 3,2 Mio. Hierin wirkten sich positiv vereinnahmte Zinserträge aus der intensiven Betreuung notleidender Kreditengagements sowie realisierte Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten aus.
Der Provisionsüberschuss entwickelte sich dank einiger Sondereffekte erfreulich und übertraf mit Eur 7,8 Mio. den Vergleichswert (Eur 4,5 Mio.) mit Eur 3,3 Mio. deutlich. Die gute Entwicklung ist zudem auf das lebhafte Immobilienfinanzierungsneugeschäft zurückzuführen, das zu höheren Erträgen aus Kreditbearbeitungsentgelten führte.
Der Verwaltungsaufwand blieb mit Eur 38,7 Mio. um Eur 0,8 Mio. leicht unter dem anteiligen Vorjahreswert. Zwar erhöhte sich der Personalaufwand um Eur 0,7 Mio. auf Eur 20,2 Mio., die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich jedoch um Eur 1,9 Mio. auf Eur 14,1 Mio.
Trotz des insgesamt schwierigen Marktumfelds konnte die Berlin Hyp das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um Eur 5,2 Mio. auf Eur 84,5 Mio. erneut steigern.
Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich im Zuge dieser Entwicklung auf den im Branchenvergleich sehr guten Wert von 31,4 Prozent (33,3 Prozent).
Auch im Risikovorsorgebedarf verzeichnete die Bank weiterhin eine positive Entwicklung bei der Vermarktung und Aussteuerung risikobehafteter bzw. notleidender Darlehen. Der Abschirmungsbedarf für Immobilienkredite sank deshalb erneut auf Eur 24,5 Mio. (Eur 29,9 Mio.).
Allerdings wurde dieser Fortschritt durch das Wertpapierergebnis überkompensiert: Die Finanzmarktkrise führte zu Kursabschlägen bei fast allen Assetklassen, denen sich die Berlin Hyp naturgemäß nicht entziehen konnte, obwohl sie nicht in strukturierten Produkten investiert ist. Es erhöhte sich der Bewertungsbedarf aus dem Wertpapiergeschäft zum anteiligen Vorjahreswert in Höhe von Eur 10,9 Mio. auf Eur 23,8 Mio.
Nach Überkreuzkompensation weist die Bank einen Risikovorsorgesaldo in Höhe von Eur 48,3 Mio. (Eur 40,8 Mio.) aus; das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge betrug danach Eur 36,2 Mio. (Eur 38,5 Mio.).
Zum Halbjahresschluss erreichte der Vorsteuergewinn Eur 36,1 Mio. (Eur 38,4 Mio.), der zu einer Ertragsteuerbelastung in Höhe von Eur 7,5 Mio. (Eur 10,9 Mio.) führte.
Mit Eur 28,6 Mio. erzielte die Bank einen gegenüber dem Vorjahr um Eur 1,1 Mio. leicht erhöhten Halbjahresüberschuss.
Vermögens- und Kapitalkennzahlen per 30. Juni 2008
Die Bilanzsumme ist seit Jahresbeginn um Eur 2,6 Mrd. auf Eur 43,8 Mrd. gewachsen. Wichtigste Komponente war das Kreditgeschäft mit Kunden und Kreditinstituten, dessen Bestand um Eur 1,5 Mrd. auf Eur 32,3 Mrd. angestiegen ist. Eine besonders erfreuliche Entwicklung zeigte dabei der Hypothekendarlehensbestand, der im 1. Halbjahr um Eur 0,6 Mrd. auf Eur 14,8 Mrd. gewachsen ist. Dies ist auf die guten Ergebnisse im Immobilienneugeschäft zurückzuführen.
Die Kernkapitalquote lag am 30. Juni 2008 gemäß Solvabilitätsverordnung bei 6,0 Prozent und die Gesamtkennziffer bei 10,7 Prozent.
Ausblick
Die Berlin Hyp ist von der Kapitalmarktkrise vergleichsweise weniger betroffen als viele Wettbewerber. In ihrem Kerngeschäft der Immobilienfinanzierung ist sie weiterhin sehr erfolgreich.
Für die zweite Jahreshälfte sind die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin getrübt. Somit ist es noch verfrüht, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 abzugeben. Die Bank ist jedoch zuversichtlich, an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen. Sie ist strategisch gut aufgestellt, um auch in der zweiten Jahreshälfte ihren Wachstumskurs fortzusetzen. (Ende)
| Aussender: | Berlin-Hannoversche Hypothekenbank Aktiengesellschaft |
| Ansprechpartner: | Nicole Hanke |
| Tel.: | +49 (0)30 25 99 9-123 |
| E-Mail: | nicole.hanke@berlinhyp.de |

