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Bergen beim Wachsen zusehen

Durch GPS die Geologie in Echtzeit betrachten


London (pte) (pte010/16.01.1998/11:40)

Mit Hilfe eines Satelliten-Navigationssystems haben Geologen die Bewegung eines ganzen Kontinents überwacht und das jährliche Wachstum der Anden in Südamerika mit einer Genauigkeit von wenigen Millimetern aufgezeichnet. Die Ergebnisse, die in der heutigen Ausgabe von "Science" veröffentlicht werden, wecken Hoffnungen auf verbesserte Erdbebenvorhersagen, da Geologen mit Hilfe der Satellitendaten die Spannungen berechnen können, der sich entlang von Verwerfungen aufbaut.

Forscher der Northwestern University, der University of Miami, der Carnegie Institution und der University of Memphis, sowie Wissenschaftler aus Peru und Bolivien, haben mit Hilfe der Satelliten des NAVSTAR Global Positioning System (GPS) die Bewegungen an Meßpunkten beobachtet, die über den südamerikanischen Kontinent verteilt liegen. Mit dieser neuen Methode werden Ergebnisse bereits nach zwei Jahren erhalten.

Bisher konnten Wissenschaftler, die die Plattentektonik untersuchten, nur Veränderungen beobachten, die sich über Millionen von Jahren akkumuliert hatten, weil die Platten von der Größe eines Kontinents sich jedes Jahr nur wenige Zentimeter bewegen. Diese Situation änderte sich mit Einführung des GPS. Das Global Positioning System ist ein Netzwerk von zwei Dutzend um die Erde kreisender Satelitten. Es wurde in den siebziger Jahren vom US-Verteidigungsministerium entwickelt, um den Aufenthaltsort von Schiffen und Flugzeugen auf etwa 100 m genau zu bestimmen.

Geologen haben nun im vergangenen Jahrzehnt die Technologie so weit verfeinert, daß sie in der Lage sind, einen Ort mit weit größerer Präzision zu bestimmen - bis auf 3 mm genau!

Erste Ergebnisse zeigen, daß sich die südamerikanische und die Nazca-Platte jährlich um rund sieben Zentimeter gegeneinander verschieben. Die Bewegung ist dreigeteilt: Etwa drei Zentimeter gleitet die Nazca-Platte jedes Jahr sanft unter Südamerika, wodurch Vulkane entstehen. Weitere drei Zentimeter stauen sich an der Plattengrenzeauf und werden in unregelmäßigen Abständen von circa 100 Jahren in großen Erdbeben freigesetzt. Schließlich wird Südamerika um einen Zentimeter im Jahr verkürzt, wodurch die Anden aufgebaut werden. (Ende)
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