pts20000519005 in Business
Behindertenmöbel sollen weniger steril wirken
Kärntner Tischlerei entwickelt barrierefreie Möbel
Weißbriach (pts005/19.05.2000/09:00)
Möbel soweit zu entwickeln, dass die Kunden nicht einmal merken, dass diese Stücke extra für Behinderte entwickelt worden sind, ist das Ziel des Kärntner Tischlers Gerhard Mößlacher. Das neunköpfige Unternehmen http://www.barrierefrei.at widmet sich seit drei Jahren der Entwicklung von behinderten- und seniorengerechten Möbelstücken.Es sei momentan erstaunlich, wie wenig die Welt auf die Bedürfnisse von Behinderten ausgerichtet ist, so Mößlacher. Er selbst habe ein Bett mit einem Hebemechanismus für seine behinderte Stieftochter lange gesucht. Unter 70.000 Schilling habe es aber nichts gegeben. Dieses Erlebnis war für die Entscheidung, die Tischlerei in ein Behindertenmöbel-Unternehmen umzuwandeln, ausschlaggebend.
Alle Möbelstücke werden ausschließlich aus naturbelassenem Vollholz europäischer Abstammung gemacht, erklärte Mößlacher. Darüber hinaus erhalte jedes Stück einen persönlichen Touch, indem es mit dem Namen des ersten Kunden oder eines Kindes von ihm getauft werde. So heißen die Küchenmöbel "Laura", der Schreibtisch "Sarah" und der Paternosterschrank (Bild) "Panola". Der Paternosterschrank wird über eine Bedientastatur am Schrank oder mit einer Infrarot-Fernbedienung gesteuert. Sobald die Glastür geöffnet wird, stoppt aus Sicherheitsgründen der Mechanismus. Auch Blinde seien im Design des Paternosters berücksichtigt worden. Der Kasteninhalt kann in Blindenschrift verzeichnet werden.
Derzeit arbeiten Mößlacher und sein Team an einem Doppelbett, von dem die Hälfte ein verstellbares Pflegebett ist. Er befinde sich auch auf der Suche nach möglichen Geschäftspartnern in kleineren Möbelbetrieben. Obwohl es nicht nur auf den Umsatz ankomme, habe sich Mößlacher vier Mio. Schilling heuer, steigend 2002 auf acht Mio. Schilling als Ziel gesetzt.
Der Tischlerei Mößlacher wurde 1948 vom Vater Georg gegründet und 1983 vom Gerhard Mößlacher übernommen. Das Unternehmen, das ab Sommer unter den Namen "Mosswood" tätig wird, wurde 1999 mit dem Forschungspreis Kärnten des Forschungsförderungsfonds (FFF) verleihen. Der Paternosterschrank ist im Technischen Museum Wien beim FFF-Stand zu sehen.
Das Unternehmen:
Tischlerei Mößlacher (ab ca. Juli "Mosswood")
A-9622 Weißbriach 131
Tel: 04286/8102
Fax: 04286/8102-4
Mobil: 0664/1101274
E-Mail: mosswood@aon.at
Ansprechpartner: Gerhard Mößlacher (Ende)
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