pte20080606033 in Leben
Bakterien stoppen bedrohliche Pilzerkrankung bei Amphibien
Chytridiomykose hat in vergangenen 20 Jahren ganze Arten ausgerottet
Boston (pte033/06.06.2008/15:50)
Eine tödlich verlaufende Infektionserkrankung bedroht zunehmend Amphibienarten weltweit, die durch einen Pilz ausgelöste Chytridiomykose. Einen neuen Ansatz, wie dieser Gefahr begegnet werden kann, haben Wissenschaftler der James Madison University http://www.jmu.edu kürzlich auf einer Fachtagung von Mikrobiologen http://www.asm.org vorgestellt. Ihnen zufolge könnten bestimmte probiotische Bakterien, die auf der Haut der Amphibien leben, der Schlüssel zur Eindämmung der Krankheit sein. Diese hilfreichen Keime produzieren nämlich Chemikalien, die den krankheitsauslösenden Pilz angreifen. "Wenn die Zahl der Tiere, die diese Bakterien auf der Haut tragen, in Risikopopulationen vergrößert werden kann, dann wird die Verbreitung des Pilzes gestoppt", sagt Biologin Brianna Lam. Geschehen könne diese beispielsweise mittels Waschungen in angereicherten Bädern.
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