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pte19980221004 in Business

AZT schützt noch bei Geburt vor Aids

UN-Programm entdeckt neue Wirkung des Medikaments


New York (pte) (pte004/21.02.1998/15:43)

Auch eine erst kurz vor der Geburt einsetzende Behandlung mit AZT kann ein Kind noch recht wirkungsvoll vor einer möglichen Ansteckung mit HIV-Virus durch seine Mutter schützen. Das haben entsprechende Untersuchungen im Rahmen des AIDS-Programms UNAIDS der Vereinten Nationen ergeben.

In Entwicklungsländern stehen Ärzte oft vor der Situation, daß HIV-positive Mütter erst kurz vor der Geburt ihres Kindes eine Klinik aufsuchen. Bisher war unklar, ob in dieser Situation AZT-Gaben an die Mutter noch sinnvoll sind. In entwickelten Ländern wird einer infizierten Mutter in der Regel ab dem sechsten Monat AZT intravenös verabreicht und das Kind erhält die ersten sechs Wochen nach der Geburt ebenfalls das Medikament.

Die Behandlung senkt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung des Kindes um 70 Prozent. Bei
Untersuchungen in Thailand wurde den Müttern nur die letzten Tage vor der Geburt AZT oral verabreicht. Die Kinder selbst haben nach der Geburt kein Medikament erhalten. Wie sich zeigte, konnte auch diese Art der Behandlung die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung um etwa 50 Prozent senken. "Das bedeutet, wir können in Zukunft systematische Hilfsmaßnahmen entwickeln," erklärt Dr. Joseph Saba vom UN Aids-Programm.

Nach UN-Statistiken werden in den Entwicklungsländern jedes Jahr etwa eine halbe Million Kinder durch ihre Mütter infiziert. Die UN-Studie erhielt massive Kritik, als bekannt wurde, daß einige Frauen nur beobachtet, aber nicht behandelt wurden. Die Ärzte wollten auf diese Weise eine Vergleichsgruppe erhalten, um die Ansteckungsraten bei Kindern behandelter und unbehandelter Mütter gegenüberzustellen. In weiteren Untersuchungen, die in Äthiopien geplant sind, werden die Mediziner auf eine unbehandelte Vergleichsgruppe jedoch verzichten.
[Quelle: Bild der Wissenschaft] http://www.us.unaids.org/highband/whatsnew.html (Ende)
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