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pts20010215043 in Leben

Arzneien: Neueste IMS-Zahlen bestätigen Pharmig-Forderungen

Medikamenten-Preise neuerlich gesunken


Wien (pts043/15.02.2001/13:49)

Das Institut für medizinische Statistik (IMS) mit Sitz in Wien hat heute, Donnerstag, die neuesten Zahlen zum Arzneimittelmarkt 2000 veröffentlicht. Die Statistik weist aus, dass der Arzneimittelmarkt (öffentliche Apotheken und ärztliche Hausapotheken, verordnungspflichtige Arzneimittel und rezeptfreie Medikamente) im Jahr 2000 im Gegensatz zu 1999 wertmäßig nur um sehr moderate sechs Prozent gewachsen ist. Durchschnittlich erzielten Pharmaunternehmen in den vergangenen zehn Jahren aber wertmäßige Zuwächse von neun Prozent.

Auslöser für diese Entwicklung, so IMS, sind die Beiträge der pharmazeutischen Industrie zum Sparpaket, die den Kassen bislang 2,6 Milliarden Schilling einbrachten, sowie stagnierende Absatzmengen. Verstärkt wurde das mengenmäßige Null-Wachstum durch die neuerlich gesunkenen Arzneimittelpreise, weil im Vergleich zu 1999 diese um 0,9 Prozent nachgegeben haben. Im Gegensatz dazu weist der Tariflohnindex von 1999 - 2000 ein Plus von 2,2 Prozent aus, der Verbraucherpreisindex ein Plus von 2 Prozent.

Zwt.: Pharmig-Forderungen bestätigt - Politischer Mut vonnöten

Die Pharmig bekräftigt anlässlich der neuen IMS-Statistiken ihre Aussage, dass im Arzneimittelbereich weitere Preissenkungen auf Basis Fabriksabgabepreis (FAP) nicht mehr akzeptabel sind, ohne die Versorgung der ÖsterreicherInnen mit modernsten und hoch wirksamen Medikamenten in der bisherigen Form sicher zu stellen.

"Beschneidet man die Wirtschaftskraft der pharmazeutischen Industrie, muss man sich darüber klar sein, dass man den Menschen auch Gesundheitschancen ganz einfach wegnimmt", so Pharmig-Geschäftsführer Dkfm. Erhard P. Geisler.
Geisler weiter: "Es muss die Entscheidung der ÖsterreicherInnen sein, wie viel ihnen eine funktionierende Gesundheitsversorgung wert ist. Man muss aber den politischen Mut aufbringen, ihnen alle Konsequenzen eines solchen rigiden Sparkurses auch deutlich vor Augen zu führen, um den Bürgern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten." ++/rm

DAZU: GRAFIK IM .PDF-FORMAT AUF WUNSCH BEI DER PHARMIG-PRESSESTELLE VERFÜGBAR! (ENTWICKLUNG DER ARZNEIMITTELPREISE VS. TARIFLOHNINDEX UND VERBRAUCHERPREISINDEX, 1989 - 2000) (Ende)
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