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Ansprechpartner: Robert Gutkais
Tel.: 01/26069-2468
E-Mail: catering@eurest.at

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pts19990212014 in Business

Aritificial Food lockt neue Gäste

Ausstellung in der Hofburg zeigt japanische Kunstform


Wien (pts014/12.02.1999/11:00)

Der Wunsch, Eßbares möglichst naturgetreu nachzumachen, schuf in Japan einen eigenen Berufszweig: Kunsthandwerker produzieren dort ARTificial Food für Schaufenster und Restaurants. Zahlreiche Beispiele dieser japanischen Kunstform werden jetzt in der ehemaligen Hofsilber- und Tafelkammer gezeigt. Die Ausstellung "ARTificial Food. Essen als Kunstform" zeigt noch bis 26. Mai 1999 rund 100 Exponate kunstvoll gestalteter Menüs, die in feinster japanischer Handarbeit ohne Maschinen hergestellt wurden. Sie erzählen von der japanischen Liebe zu den Speisen, der Verehrung der Zutaten und der Hingabe beim Arrangieren der Gerichte.

In Japan hat sich mittlerweile ein neuer Erwerbszweig etabliert, der sich mit der Herstellung künstlicher Gerichte aus Plastik oder anderen Kunststoffen befaßt. Es dauert Jahre, bis ein Künstler mit allen "Zutaten" perfekt umgehen kann, um die Gerichte lebensecht einzufärben. Die künstlerischen Unikate sind daher teuer, machen den Gästen aber offenbar Appetit auf das Essen. Kulinarische Doubles zeigen dauerhaft, zu welchen Kochkünsten ein Küchenchef fähig ist. Der Gast kann mithilfe des Kunstwerkes bestellen, was er vorher gesehen hat. Er bekommt eine genaue Vorstellung von Menge und Zusammensetzung eines Gerichtes, Fotos sind dafür nur ein schlechter Ersatz.

Zentrum der ARTificial Food Produktion ist Kappabaszhi im Stadtteil Asakusa in Tokyo. Kapabashi liefert nicht nur die Gerichte, sondern alles, was zu einem Restaurant gehört: Töpfe, Pfannen, stilgerechte Teller und Tische. Etwa zehn Geschäfte haben sich auf das "Kochen" von Plastikmenüs spezialisiert, mehr als 90 Prozent der Kundschaft sind Restaurants und Kaffehäuser. Der Stadtteil ist mittlerweile auch ein beliebtes Touristenziel geworden. Plastik-Sushi, Soba-Nudeln oder Yakitori-Spießchen sind bereits ein beliebtes Souvenir.

Die Ausstellung in der Hofburg ist auch geeignet, manche Vorurteile gegen die japanische Küche abzubauen. Japaner bezeichnen ihre Küche als sappari, d.h. sauber, leicht. Sie achten die einzelnen Bestandteile einer Speise und versuchen die Eigenarten aller Zutaten zu erhalten, Geschmack und Aussehen haben gleich große Bedeutung. Die Japaner wollen jede Ingredienz schmecken, scharfe Zutaten werden erst kurz vor dem Servieren oder Essen beigefügt, damit ihr Geschmack nicht alles überdeckt.Neben dem Geschmack wollen die Japaner mit jeder Speise auch eine bestimmte Stimmung vermitteln. Für das Fischfest im Frühjahr werden die Speisen beispielsweise so angerichtet, daß sie an eine japanische Frühlingslandschaft erinnern.

ARTificial Food. Essen als Kunstform
Ausstellung in der Silberkammer
Hofburg, Innerer Burghof, Kaisertor, 1010 Wien
täglich geöffnet von 9.00 bis 16.30 Uhr
Tel: 01/533 7570, Fax: 01/533 7570-33 (Ende)
Aussender: EUREST Restaurationsbetriebsges.m.b.H.
Ansprechpartner: Robert Gutkais
Tel.: 01/26069-2468
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