pts19980303011 in Business
Arbeitsmarktdaten Ende Februar: Um 16.557 mehr Beschäftigte als im Vorjahr
Jugendarbeitslosigkeit weiterhin rückläufig
Wien (pts011/03.03.1998/14:32)
Das Sozialministerium veröffentlichte heute, Dienstag, die Arbeitsmarktdaten zum Stichtag Ende Februar. Demnach waren beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger 3.001.112 unselbständig Beschäftigte (davon 1.679.970 Männer und 1.321.142 Frauen) gemeldet. Der Anstieg der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr hielt mit einer Zunahme von 16.557 Personen oder 0,55 Prozent weiter an. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der Beschäftigten um 8.859 oder 0,30 Prozent.****Bei den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice waren Ende Februar 296.175 Personen (108.304 Frauen und 187.871 Männer) arbeitslos vorgemerkt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vorjahr um 6.899 oder 2,4 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ging die Zahl der Arbeitslosen um 5.305 Personen oder 1,8 Prozent zurück.
Die Fortschreibung der nach EU-Kriterien ermittelten Arbeitslosenquote durch das Arbeitsmarktservice ergab für Februar 1997 eine saisonbereinigte vorläufige Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (EU-Durchschnitt: 10,5 Prozent/Dezember 1997). Die vorläufige Registerarbeitslosenquote (vorgemerkte Arbeitslose in Prozent des unselbständigen Arbeitskräftepotentials) lag Ende Februar mit 9,0 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats.
Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer lag Ende Februar mit 187.871 etwas höher als jene der Frauen von 108.304. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Männer um 3.001 (plus 1,6 Prozent), jene der Frauen um 3.898 (plus 3,7 Prozent). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Männern betraf vor allem Bau-, Hilfs- und Handelsberufe. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit vor allem in Büro-, Reinigungs- und Handelsberufen.
Ende Februar waren bei den regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice 41.205 arbeitslose ausländische Personen gemeldet, was einen Anteil von 13,9 Prozent an allen Arbeitslosen bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahr gab es um 1.116 oder 2,8 Prozent weniger arbeitslose Ausländer.
Zwtl: Jugendarbeitslosigkeit weiterhin rückläufig
Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit hielt im Vergleich zum Vorjahr weiter an. Ende Februar sank die Zahl der arbeitsuchenden Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren um 896 Personen oder 2,0 Prozent unter das Vorjahresniveau. Am stärksten verringerte sich die Arbeitslosigkeit der 25- bis 29-Jährigen (minus 1.405 oder 3,2 %). Eine Zunahme wurde bei den über 50-jährigen Arbeitslosen verzeichnet. Hier gab es um 6.219 oder 12,6 Prozent mehr arbeitslose Personen als im Vorjahr, wobei zum Teil demographische Faktoren zum Ausdruck kommen.
Im Februar konnten vom Arbeitsmarktservice 2.002 Lehrstellensuchende vermittelt werden. Ende des Monats waren beim Arbeitsmarktservice 3.521 Lehrstellensuchende und 2.452 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet. Damit sank die Zahl der Lehrstellensuchenden gegenüber dem Vorjahr um 1.041 oder 22,8 Prozent, jene der Lehrstellen sank um 77 oder 3,0 % nur geringfügig. Diese Entspannung am Lehrstellenmarkt ist einerseits auf die Konjunkturbelebung und andererseits auf die intensiven arbeitsmarktpolitischen Bemühungen zurückzuführen. (Ende)
| Aussender: | Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales |
| Ansprechpartner: | Dr. Gisela Kirchler-Lidy, email: <A HREF=mailto:gisela.kirchler@bmags.gv.at>gisela.kirchler@bmags.gv |
| Website: | www.bmags.gv.at/ |
