pte19971230002 in Business
Arbeitslosigkeit sorgt Österreicher am meisten
Fessel-GfK-Studie: 82 Prozent für Sicherung der Vollbeschäftigung
Wien (pte) (pte002/30.12.1997/09:31)
Die Sicherung der Vollbeschäftigung ist derzeit für die Österreicher das wichtigste wirtschaftspolitische Thema. 82 Prozent sehen hier laut einer aktuellen Fessel-GfK-Studie Handlungsbedarf. 50 Prozent plädieren für die Schaffung von Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten, 42 Prozent für die Schaffung von mehr Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, nur 5 Prozent halten eine Verkürzung der Arbeitszeit für wünschenswert, ergab die Befragung im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich, die unter 1.000 Österreicher bundesweit durchgeführt wurde.Der Umfrage zufolge glauben neun von zehn Österreichern, daß Arbeitslosigkeit jeden treffen kann. Allerdings glauben 77 Prozent, daß in Österreich zu wenig gegen die mißbräuchliche Inanspruchnahme des Arbeitslosengeldes getan wird. Insgesamt schätzt man die Chance eines Arbeitlosen, schnell wieder Arbeit finden zu können, eher schlecht ein: 81 Prozent sagen eher schlecht, nur 15 Prozent eher gut. Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit sind die Österreicher eher pessimistisch gestimmt: Die Hälfte der Befragten hält die Jugendarbeitslosigkeit für ein sehr großes, 46 Prozent für ein großes Problem. 53 Prozent der Befragten fürchten, daß es in den nächsten Jahren mehr arbeitslose Jugendliche als heute geben wird.
Eine große Mehrheit der Österreicher setzt auf strukturpolitische Maßnahmen gegen die herrschende Arbeitslosigkeit: 90 % wollen die Arbeitslosigkeit durch die Neugründung von Unternehmen bekämpft wissen. Ebenso viele fordern eine Senkung der Lohnnebenkosten. 89 % sehen in einer geringeren Belastung der Unternehmen mit Steuern und Abgaben Chancen für mehr Arbeitsplätze. 86 % wünschen eine Verstärkung der Ausfuhren durch eine Exportoffensive. 78 % versprechen sich von der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieförderung einen Schub am Arbeitsmarkt. 70 % verlangen schärfere Maßnahmen gegen den Pfusch und immerhin 62 % raten den Gewerkschaften, geringere Lohnforderungen zu stellen. (Ende)
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