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pte20000913006 in Leben

Arabische Gemeinde hat hohe Alzheimer-Frequenz

Wissenschaftler suchen rezessives Gen


Tel Aviv (pte006/13.09.2000/10:00)

Die hohe Alzheimer-Frequenz in einer arabischen Gemeinde soll zu neuen Erkenntnissen über die Herkunft der Alterskrankheit führen. Dies berichten Forscher der Universität Tel Aviv. http://www.tau.ac.il in der neuesten Ausgabe von "Neurology" http://www.neurology.org . Die Analyse von DNA-Proben der älteren Bevölkerung der Wadi Ara-Gemeinde in Nordisrael ließe vermuten, dass ein rezessives Gen für die Krankheit verantwortlich sein könnte, so die Forscher.

Während durchschnittlich 15 Prozent einer Bevölkerungsgruppe das apoE-4-Gen tragen, konnte dieses Gen, das häufig mit der Alzheimer-Krankheit assoziiert wird, bei lediglich vier Prozent der Wadi Wara-Bevölkerung identifiziert werden. Das Forscherteam vermutet deshalb, dass ein rezessives Gen ausschlaggebend sein könnte.

Die Gemeinde sei ideal für die Alzheimer-Forschung, da die Familien groß seien, so der Neurologe Robert Friedland. Darüber hinaus komme es häufig vor, dass Ehen zwischen relativ nahen Verwandten geschlossen werden. Während in anderen Bevölkerungsgruppen rund 40 Prozent der alten Menschen (über 85 Jahre) an der Alzheimer-Krankheit leiden, waren es zum Zeitpunkt der Studie über 60 Prozent der alten Wadi Ara-Einwohner, stellten die Wissenschaftler fest. Von den Einwohnern, die über 65 Jahre alt waren, litt jeder Fünfte an der Krankheit. Der Durchschnitt bei dieser Altersgruppe in anderen Bevölkerungen liegt bei rund zehn Prozent.

Wenn wir dieses Gen identifizieren könnten, würden wir sehr viel mehr über die Ursachen der Krankheit wissen, so Forschungsleiter Amos Korczyn: "Wir müssten dann schauen, ob das Gen mit einer hohen Alzheimer-Frequenz in anderen Bevölkerungsgruppen assoziiert wird." Einen möglichen Einfluss von Umweltfaktoren wollen die Forscher allerdings noch nicht ausschließen. (Ende)
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