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pts20111024005 Handel/Dienstleistungen, Medizin/Wellness

Apotheken und Drogeriemärkte zunehmend Konkurrenten

Verstärkt ähnliche Produkte im Sortiment


Wien (pts005/24.10.2011/09:30) - Die Angebote von Apotheken und Drogeriemärkten gleichen sich immer mehr. Produkte aus dem Sortiment der Apotheken können zunehmend auch in Drogeriemärkten erstanden werden und umgekehrt. Und auch im Supermarkt findet sich immer mehr davon. MAKAM Market Research wollte es genauer wissen und hat 500 ÖsterreicherInnen befragt, wo sie Produkte erwerben, die auch Bestandteil eines klassischen Apothekensortiments sind.

Apotheken und Drogerien verteidigen ihr Stammgeschäft

Beim Verkauf von Medikamenten halten die Apotheken, nicht zuletzt aufgrund der in Österreich herrschenden Gesetzeslage, ihre Marktführung unangefochten: 96% der ÖsterreicherInnen erstehen Arzneimittel in der Apotheke. Auch Fieberthermometer gehören zum klassischen Sortiment einer Apotheke, das sehen 68% der ÖsterreicherInnen auch so. Die Drogerien hingegen sind die mit Abstand beliebteste Anlaufstelle für den Erwerb von Körperpflegeprodukten: Jeweils zwei Drittel der ÖsterreicherInnen geben an, zumindest gelegentlich Gesichts-, Haar-, Zahn-, Haut- oder Nagelpflegeprodukte in einem Drogeriemarkt zu kaufen.

Sortimentsüberschneidungen kurbeln den Wettbewerb an

Erste-Hilfe-Ausrüstung kaufen 62% der ÖsterreicherInnen in der Apotheke, die Drogeriemärkte werden aber zunehmend zur Konkurrenz: drei von zehn kaufen Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbandskästen & Co. bereits dort. Ebenso umkämpft sind die KäuferInnen von Sonnencreme und Insektenschutz: 59% bzw. 50% kaufen diese Produkte derzeit in Drogerien, bereits 22% bzw. 26% gehen dafür in die Apotheke. Auch Badezusätze kaufen 59% in der Drogerie, mehr als ein Viertel geht zu diesem Zweck in die Apotheke oder den Supermarkt. Noch härter wird der Konkurrenzkampf bei Wärmeflaschen, Wärmekissen und ähnlichem: ein Drittel ersteht diese Produkte in der Drogerie, ein Fünftel in der Apotheke. Den Nahrungsmittelergänzungsmarkt teilen sich die Drogerien (20%) auf Augenhöhe mit den Apotheken (21%), wobei auf diesem Segment der Supermarkt ebenso mitmischt (13%). Eben diesem machen Drogerien und Apotheken zunehmend das Tee-Geschäft streitig: 64% kaufen ihren Tee im Supermarkt, aber immerhin 15% bzw. 11% decken ihren Teebedarf im Drogeriemarkt bzw. in der Apotheke.

Frauen kaufen häufiger in Apotheken und Drogerien ein als Männer

Bei der Wahl des Einkaufsortes gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen tendieren generell stärker zum Einkauf in Drogeriemärkten und Apotheken als Männer. So kaufen beispielsweise 83% der Frauen, aber nur 62% der Männer ihre Zahnpflegeprodukte zumindest gelegentlich in einer Drogerie. Männer neigen hingegen deutlich stärker dazu, ihre Pflegeprodukte "im Vorbeigehen" beim Einkauf im Supermarkt zu erstehen. Beispielsweise kaufen 36% der Männer, aber nur 14% der Frauen ihre Haarpflegeprodukte im Supermarkt.

Auf fachliche Beratung legen insbesondere die österreichischen Frauen wert

Für ausgewählte Produkte wenden sich die ÖsterreicherInnen aber auch an den Fachhandel, ihre/n KosmetikerIn oder ihre/n FriseurIn. 7% der Frauen erstehen ihre Haarpflegeprodukte zumindest gelegentlich beim Friseur. Im Vergleich dazu tun dies nur 2% der Männer. Gesichtspflegeprodukte erwerben 5% der Frauen im Fachhandel und 2% bei ihrem/r KosmetikerIn. 4% der Österreicherinnen kaufen Hautpflegeprodukte und 3% Nagelpflegeprodukte im Fachhandel. Die Geschäftsführerin von MAKAM Market Research, Mag. Ulrike Röhsner, erklärt dieses Einkaufsverhalten folgendermaßen: "Frauen legen beim Kauf von Körperpflegeprodukten tendenziell mehr Wert auf Qualität, Beratung und Auswahl als Männer. Diesen Anforderungen kann beispielsweise ein Supermarkt nur unzureichend gerecht werden."

Sample und Methodik:

Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Befragung von 500 ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren - repräsentativ für die österreichische Bevölkerung - im CATI-Telefonstudio der MAKAM Market Research GmbH (Befragungszeitraum September & Oktober 2011). Nähere Informationen zu dieser Befragung erhalten Sie auf unserer Website unter http://www.makam.at/pressetexte

(Ende)
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