Algorithmen sozialer Medien ärgern viele Nutzer
Laut neuer US-Studie präsentieren sie ihnen häufig Werte, die diese ablehnen
|
|
Likes in Social Media gehen im Algorithmus eher unter (Bild: fernando zhiminaicela, pixabay.com)
|
Cambridge/Ann Arbor/Stanford (pte001/24.08.2026/06:00)
Algorithmen, die Inhalte für Nutzer sozialer Medien aussuchen, wählen häufig Themen, die Überzeugungen der Adressaten widersprechen. Zu diesem Befund kommen die US-Forscher Ziv Epstein, Farnaz Jahanbakhsh und Michael Bernstein in einer Studie. Demnach reagieren die Algorithmen auf Kommentare der User. Diese äußern sich verstärkt zu Inhalten, die ihnen missfallen. In der Folge bieten die Algorithmen gerade jene Themen verstärkt an. Vor allem US-Bürger, die den Demokraten nahestehen, würden mit Informationen überschwemmt, die ihren Einstellungen zuwiderlaufen.
Großer Content-Pool
"Social-Media-Plattformen nutzen leistungsstarke Algorithmen, die aus einem riesigen Pool möglicher Inhalte Beiträge auswählen, die im Nutzer-Feed angezeigt werden sollen", schreiben Ziv Epstein vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), Farnaz Jahanbakhsh von der University of Michigan und Michael Bernstein von der Stanford University. Ihre Forschungsergebnisse haben sie vor Kurzem im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht.
Profitieren Sie von
unabhängigem Journalismus!
Lesen Sie mit pressetext Abo+ weiter und unterstützen Sie
Qualitätsberichterstattung für nur 1 EUR pro Woche!
Wenn Sie bereits ein Konto haben, loggen Sie sich ein.
Das Angebot beläuft sich auf 1 EUR pro Woche bzw. 49 EUR im Jahr
– und das, solange Sie wollen. Sie bleiben flexibel, denn Ihr pressetext Abo+
passt sich an Ihre Lesegewohnheiten an und ist jederzeit kündbar
