pte19980220001 in Business
Alcatel bringt Internet-Telefon auf den Markt
10 bis 15 Millionen Stück sollen bis zum Jahr 2000 abgesetzt werden
Paris (pte) (pte001/20.02.1998/09:11)
Der französische Alcatel-Konzern will ab Sommer 1998 ein Internet-Telefon auf den Markt bringen, das mit einem Bildschirm kombiniert ist. Das "Screenphone", das bereits auf der Wiener Exponet ausgestellt wurde, soll vorwiegend über Online-Dienste vermarktet werden, die das Gerät zusammen mit einem Abonnement anbieten. Ähnlich wie bei der Handy-Vermarktung könnte das rund 500 Dollar teure Telefon dann nach den Vorstellungen von Alcatel mehr oder weniger kostenlos abgegeben werden.Bis zum Jahr 2000 rechnet Alcatel mit dem Verkauf von weltweit 10 bis 15 Millionen Internet-Telefonen. Das Screenphone besteht aus Telefon, berührungsempfindlichem Monitor, Browser und Tastatur. Neben Telefon, Fax, E-Mail und Internet-Zugang soll es in Kombination mit einem Chipkarten-Lesegerät auch Homebanking und Homeshopping ermöglichen. http://www.alcatel.com/our_bus/telecom/products/
* EU-Kommission nimmt zur Internet-Telefonie Stellung *
Sprachkommunikation via Internet ist derzeit stark im Kommen. Daher hat die Europäische Kommission kürzlich ihre Position zur Internet-Telefonie veröffentlicht. Nach Meinung der EU-Kommissare kann derzeit die Internet-Telefonie NICHT als Sprachtelefondienst angesehen werden. Folglich gelten für Anbieter auch nicht die Auflagen, die Telekommunikationsanbieter für das Sprachtelefonnetz erbringen müssen. Damit dürfen Regulierungsbehörden für Anbieter von Internet-Telefondiensten kein Einzelgenehmigungsverfahren vorschreiben. Ebenso wenig dürfen sie von diesen einen Beitrag zur Finanzierung von Universal-Diensten verlangen.
* Europas Telekom-Liberalisierung läuft planmäßig *
Die Umsetzung des EU-Rechts im Bereich der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes in nationales Recht verläuft planmäßig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den die EU-Kommission am 18. Februar veröffentlicht hat. Er war auf Vorschlag von Martin Bangemann, zuständig für Telekommunikation, und Karel Van Miert, zuständig für Wettbewerbspolitik, verfaßt worden.
Der Bericht konstatiert, daß die Rechtsmaßnahmen, die seit 1. Jänner dieses Jahres die vollständige Liberalisierung des europäischen Telekommunikationsmarktes gewährleisten, tatsächlich angewendet werden und daß die nationalen Märkte für den Wettbewerb weitgehend offen sind. Die Telekommunikationsdienstmärkte in der EU weisen laut EU-Kommission zur Zeit ein Volumen von etwa 141.000 Mio. ECU auf, die jährliche Wachstumsrate beträgt 8,2 Prozent. (w&v-online) (Ende)
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