pte19970924011 in Business
Aids-Selbstversuch findet nicht nur Befürworter
Zustimmung der US-Gesundheitsbehörde frühestens in zwei Jahren
Washington (pte) (pte011/24.09.1997/22:41)
Das Projekt einer Gruppe von 50 Freiwilligen in den USA, sich einer Impfung mit lebenden HIV-Viren zu unterziehen, stößt zunehmend auf Kritik. Mediziner wiesen darauf hin, daß die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar seien. Der Selbstversuch, der die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Immunschwächekrankheit vorantreiben soll, muß außerdem zuerst von der zuständigen US-Behörde FDA http://www.fda.gov/ genehmigt werden und kann frühestens in zwei Jahren beginnen. Die Ankündigung des Experiments, zu dem sich unter anderen 37 Ärzte bereit erklärt haben, hatte Solidaritätsbekundungen aus der ganzen Welt zur Folge.Entwickelt wurde der Lebend-Impfstoff von Ronald Desrosiers, Professor an der renommierten Harvard Universität: http://www.med.harvard.edu/bbs/fac/desrosiers.html Das Virus ist zwar durch die Entfernung des sogenannten Nef-Gens "entschärft", kann aber dennoch eine zur Immunisierung gegen den Erreger nötige Abwehrreaktion hervorrufen. Diese veränderte Form findet sich gelegentlich auch bei sogenannten Langzeitüberlebenden, die trotz einer Infektion auch nach über einem Jahrzehnt keine Krankheitssymptome aufweisen. (Ende)
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