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pte20000228010 in Leben

Afrikanische Fischschwärme bauen Algen ab

Fische zur Reinigung von Kläranlagen und Gewässer eingesetzt


Fort Worth/Texas (pte010/28.02.2000/11:45)

Einige Tankladungen des afrikanischen Fisches Tilapia Mossambica können der Ausbreitung von Algen in Seen und Flüssen ein Ende bereiten. Auch befreien sie das Abwasser aus Kläranlagen von Phosphat- und Stickstoffverbindungen, berichtet das britische Fachmagazin new Scientist in seiner jüngsten Ausgabe vom 26. Februar. http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns222724

In den meisten Kläranlagen werden die aus Waschmitteln und Düngern stammenden Substanzen nicht entfernt und gelangen in die Flüsse. Dort fördern sie das Algenwachstum. Die fatale Folge: Andere Flussorganismen gehen an Sauerstoffmangel zugrunde. Ray Drenner, Biologe an der Texas Christian University http://www.tcu.edu/ in Fort Worth, hat das neue fischunterstützte Verfahren zur Abwasserreinigung entwickelt. Ein paar Tanks zwischen Kläranlage und Fluss, bestückt mit Peryphton-Algen und afrikanischen Fischen, machen es möglich: Die Algen verspeisen die phosphor- und stickstoffhaltigen Verbindungen des vorgereinigten Abwassers, die afrikanischen Fische wiederum laben sich an den Algen.

Auf diese Weise landen die Phosphor- und Stickstoffverbindungen im Körpergewebe der Fische oder in ihrem Kot. Der Kot setzt sich am Boden der Tanks ab, kann gesammelt und deponiert werden. Und die Fische selber sollen auch nach ihrem Arbeitseinsatz noch äußerst delikat schmecken. Gesundheitlich unbedenklich ist der Verzehr jedoch nur, wenn im vorgereinigten Abwasser keine Schwermetalle oder Pestizide enthalten waren.

Mit Drenners Verfahren können 82 Prozent der Phosphorverbindungen und 23 Prozent der stickstoffhaltigen Substanzen aus dem Abwasser entfernt werden. Kritikern ist dies indes zu wenig. Sie bemängeln zudem den enormen Flächenbedarf der Tanks. Drenner will zwar in Zukunft möglichst hohe Tanks verwenden, doch Rod Palfrey vom Water Research Centre in Swindon, Wiltshire, hält die Methode trotzdem für "nicht praktikabel". Er favorisiert ein Verfahren, bei dem der Phosphor durch Zugabe von Aluminium- und Eisensalzen vom Abwasser getrennt wird. (New Scientist) (Ende)
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