pte19990302022 in Business
Abschied von der Vollbeschäftigung
Soziologe wendet sich gegen die Aufrechterhaltung einer Fiktion
München (pte) (pte022/02.03.1999/19:08)
Der anerkannte deutsche Soziologe Ulrich Beck hat sich in einem Gespräch mit der "Computerwoche" gegen die "Fiktion der Vollbeschäftigung" gewandt. Mit dem Aufbruch in die Informationsgesellschaft sei auch der Abschied vom Ideal der Vollbeschäftigung verbunden, betonte Beck in dem Interview. "Vollbeschäftigung ist eine der zentralen Zombie-Kategorien unserer Zeit. Obwohl diese Kategorie nicht mehr trägt, beherrscht sie unser Denken." Heute gebe es in den hochentwickelten Ländern einen enormen Zuwachs an sogenannter "prekärer Arbeit", also Beschäftigungsformen wie Scheinselbständigkeit, Zeitarbeit und Teilzeitarbeit. Es sei an der Zeit, einen rechtlichen Rahmen für diese Arbeitsstrukturen zu schaffen.
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