pte19971230001 in Business
600.000 Pfuscher in Österreich
Baugewerbe fordert Entlastung bei Lohnkosten
Wien (pte) (pte001/30.12.1997/09:20)
Mikrozensuserhebungen des Statistischen Zentralamtes haben ergeben, daß 10 bis 12 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung einem inoffiziellen Nebenerwerb nachgehen, das sind rund 600.000 "Pfuscher". Laut Prof. Friedrich Schneider von der Kepler-Universität in Linz entgehen der österreichischen Wirtschaft damit jährlich Aufträge in der Höhe von 220 Mrd.Schilling durch "Facharbeiter", die sich nebenbei etwas dazuverdienen. Mit 88 Mrd Schilling wurde heuer erstmals das offizielle Bauvolumen vom Pfusch überflügelt.Besonders betroffen von den negativen Auswirkungen der Schwarzarbeit ist das Baugewerbe, das derzeit als größter privater Auftraggeber mehr als 100.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Bundesinnung fordert, die Arbeitsleistungen am Bau steuerlich zu entlasten, wenn sie durch befugte Gewerbetreibende ausgeführt werden. Der Pfusch könnte dadurch um ein Drittel eingedämmt und die Baukosten um mehr als 10 Prozent gesenkt werden. Die Zahl der Arbeitslosen würde sich laut WIFO um 7.000 verringern. Zusätzlich könnten 11.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (Ende)
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