pte19970923002 in Business
50 Freiwillige im Test mit HI-Virus
"Die Forschung ist uns wichtiger als das eigene Leben."
Chicago (pte002/23.09.1997/09:50)
In Amerika sind 50 Freiwillige bereit, sich mit lebenden HI-Viren impfen zu lassen. Die Gruppe, der zahleiche Ärzte angehören, hält nach eigenen Angaben die AIDS-Forschung für so wichtig, daß sie bereit ist, ihr Leben dafür zu riskieren. "Die Angst um das eigene Leben verblaßt vor dem möglichen Erkenntnisgewinn des Versuchs", erklärte dazu in Chicago Gordon Nary (http://www.iapac.org), ein Sprecher der Gruppe.Der Impfstoff besteht aus einem abgeschwächten DNA-Strang des HI-Virus, kann aber trotzdem noch zu einer Infektion führen. Die oberste Gesundheitsbehörde der USA muß dem Test noch zustimmen. Versuchsleiter Charles Farthing von der Stiftung Aids Healthcare in Los Angeles sagte aber, der Versuch solle auch bei einer Ablehnung der Behörden in Angriff genommen werden.Die Ärzte wollen den Versuch dann nur auf einen Bundesstaat beschränken oder ihn in Europa durchführen.
Bisher hat die Aids-Forschung auf Impfstoffe verzichtet, die lebende Viren enthalten. Grund dafür ist die Sorge, daß lebende Viren, auch wenn sie zuvor geschwächt wurden, zur Aids-Erkrankung führen oder andere Gesundheitsprobleme hervorrufen könnten. Wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen, die unter anderem zahlreiche Tierversuche vorsehen, ist die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Aids bisher ein langwieriger Prozeß gewesen. (Ende)
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