Geistige Aktivität schützt Sitzende vor Demenz
Laut Studie des Karolinska Institutet lässt sich das Risiko bei Erwachsenen gezielt beeinflussen
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Passivität: Solch ein Verhalten ist schlecht für das Gehirn (Foto: pixabay.com, Engin Akyurt) |
Stockholm (pte014/26.03.2026/10:30)
Erwachsene, die ausgedehnte Zeiträume mit einem passivem Sitzen verbringen, haben laut einer Studie unter der Leitung des Karolinska Institutet ein höheres Demenzrisiko. Wird dieses passive Verhalten durch ein geistig aktives ersetzt, verringert sich das Demenzrisiko im späteren Lebensalter. Bisher wurde angenommen, dass jedes sitzende Verhalten mit einem höheren Erkrankungsrisiko in Zusammenhang steht. Die meisten Erwachsenen verbringen neun bis zehn Stunden pro Tag sitzend.
Gehirn muss gefordert werden
Laut Forschungsleiter Mats Hallgren hängt jedes Sitzen mit minimalem Energieverbrauch zusammen. Unterschiede lassen sich jedoch beim Ausmaß der Aktivität des Gehirns feststellen. "Wie wir unsere Gehirne beim Sitzen nutzen, scheint eine entscheidende Determinante für das zukünftige kognitive Funktionieren darzustellen - und, wie wir bewiesen haben, könnte dies auch das Auftreten einer Demenz vorhersagen", so der Forscher des Karolinska Institutet.
Der Experte hat Daten einer Langzeitstudie mit 20.811 Erwachsenen zwischen 35 und 64 Jahren untersucht. Sie wurden 19 Jahre lang begleitet, und zwar von 1997 bis 2016. Die Basiserhebung umfasst Fragen zu sitzendem Verhalten, körperlicher Aktivität und anderen Verhaltensweisen, die mit einer Demenz in Verbindung gebracht werden. Eine Demenz wird durch die Verlinkung mit den Daten des "Swedish National Patient Register" und des "Swedish Cause of Death Register" identifiziert.
Geistige Aktivität entscheidend
Diese beiden Register verzeichnen Erkrankungen und Todesfälle, die in Schweden auftreten. Mit mehreren statistischen Modellen hat das Team die Zusammenhänge des Ersetzens eines passiven mit einem geistig aktiven, sitzenden Verhalten untersucht. Die aktuellen Forschungsergebnisse sind im "American Journal of Preventive Medicine" veröffentlicht.
Ein geistig aktives, sitzendes Verhalten steht bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters mit einem geringeres Demenzrisiko in Zusammenhang - eine Steigerung der geistig aktiv verbrachten Zeit mit einer Verringerung des Risikos. Das gilt auch dann, wenn gleich viel Zeit sitzend verbracht wird und eine geringe bis intensive körperliche Aktivität da ist. Wird die geistig passive Zeit im gleichen Ausmaß durch ein geistig aktives, sitzendes Verhalten ersetzt, verringert sich das Demenzrisiko.
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