pte20260203002 in Forschung

Spieleplattform Roblox droht hohe Geldstrafe

ACM wirft Anbieter in den Niederlanden vor, den Schutz von Kindern möglicherweise zu gefährden


Junge: Schutz von Kinden reicht möglicherweise nicht aus (Foto: Daniel R, pixabay.com)
Junge: Schutz von Kinden reicht möglicherweise nicht aus (Foto: Daniel R, pixabay.com)

Den Haag (pte002/03.02.2026/06:00)

Die niederländische Verbraucherschutzbehörde (ACM) nimmt die Spieleplattform Roblox unter die Lupe. Die Behörde will prüfen, ob Roblox genug unternimmt, um Kinder zu schützen, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach sie auf den dort zugänglichen Spielen gewalttätigen und sexuellen Inhalten ausgesetzt sind.

Viele negative Schlagzeilen

ACM will nun "potenzielle Risiken für minderjährige Nutzer in der EU" prüfen. Das dauere voraussichtlich etwa ein Jahr. "Die Plattform sorgt regelmäßig für Schlagzeilen, beispielsweise aufgrund von Bedenken hinsichtlich gewalttätiger oder sexuell expliziter Spiele, denen Minderjährige ausgesetzt sind", heißt es.

Außerdem gebe es Berichte über böswillige Erwachsene, die Kinder auf der Plattform ins Visier nehmen, sowie über die Verwendung irreführender Techniken, um zum Kauf anzuregen. Gemäß dem Digital Services Act (DSA) der EU müssen Plattformen "angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen" ergreifen, um ein hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz für Minderjährige zu gewährleisten.

Millionenstrafe für Epic Games

ACM kann Roblox bei Verstößen hohe Geldstrafen auferlegen. Dass sie dazu in der Lage ist, hat sie bereits bewiesen. 2024 verhängte die ACM eine Geldstrafe über 1,1 Mio. Euro gegen Epic Games, den Hersteller von "Fortnite". Das Unternehmen hätte schutzbedürftige Kinder ausgenutzt und zu Käufen gedrängt.

Die Vorwürfe sind nicht neu: Egal, ob "Fortnite", "Roblox", "Clash of Clans", "Monopoly Go" oder "Subway Surfers": Laut Verbraucherzentrale Bundesverband enthalten alle diese Online-Games manipulative Designs (Dark Patterns), um Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen, wie pressetext berichtete.

Roblox zeigt sich indes verantwortungsvoll. Die Plattform fühle sich "nachdrücklich" zur Einhaltung der DSA-Vorschriften verpflichtet. Man habe erheblich in den Aufbau robuster Systeme investiert, die den Grundsätzen der DSA entsprechen.

"Darunter sind auch Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und Privatsphäre von Minderjährigen", unterstreicht ein Roblox-Sprecher. So gebe es eine Altersüberprüfung für alle, die auf der Plattform chatten würden.

(Ende)
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