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pte20220805001 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Pilz zerstört giftige Langzeit-Chemikalie PFAS

Pflanzenbasierter Wirkstoff zerlegt Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen in ihre Einzelteile


Künstlerische Darstellung der Gift-Verrnichtung (Bild: Susie Dai, agrilife.tamu.edu)
Künstlerische Darstellung der Gift-Verrnichtung (Bild: Susie Dai, agrilife.tamu.edu)

College Station/Washington (pte001/05.08.2022/06:00) -

Forscher des Texas A&M AgriLife http://agrilife.tamu.edu haben einen pflanzenbasierten Wirkstoff entwickelt, Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) in seine harmlosen Bestandteile zerlegt. PFAS sind in vielen Verpackungen enthalten und zersetzen sich auf natürlichem Weg kaum. Sie gelten daher als "ewige Chemikalien". Das von Susie Dai und Joshua Yuan entwickelte Pflanzenmaterial bindet PFAS an sich und konzentriert dieses auf. "Das Zellwandmaterial der Pflanze dient als Rahmen für die Adsorption des PFAS", sagt Dai. Dann werde es einem Pilz zum Fraß vorgeworfen, der sowohl das Adsorptionsmaterial als auch das Gift verstoffwechselt und damit unschädlich macht.

Große Schäden durch PFAS

"Dies ist ein umweltverträgliches Behandlungssystem mit einem starken Potenzial, schädliche Chemikalien zu entfernen, um die menschliche Gesundheit und das Ökosystem auf ungiftige, kostengünstigere Weise zu schützen", sagt Dai. PFAS seien so stabil, weil sie aus einer Kette von Kohlenstoff- und Fluoratomen bestehen, deren Bindungen zu den stärksten zwischen zwei Atomen gehören. Sie kommen vor allem im Wasser vor und gelangen so ins Trinkwasser. Bisher gebe es nur eine Möglichkeit, sie zu zerstören: durch Verbrennen.

Laut US-Umweltschutzbehörde EPA http://epa.gov zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass einige PFAS auf bestimmten Ebenen für Menschen und Wildtiere schädlich sein können. Fortpflanzungseffekte wie verminderte Fruchtbarkeit oder erhöhter Bluthochdruck bei Schwangeren; verzögerte Entwicklung von Kindern, einschließlich niedrigem Geburtsgewicht, beschleunigte Pubertät, Knochenvariationen oder Verhaltensänderungen, erhöhtes Risiko für einige Krebsarten, einschließlich Prostata-, Nieren- und Hodenkrebs, reduzierte Fähigkeit des körpereigenen Immunsystems, Infektionen zu bekämpfen, einschließlich einer verminderten Impfreaktion, Interferenz mit natürlichen Hormonen sowie erhöhter Cholesterinspiegel und/oder das Risiko für Fettleibigkeit seien möglich.

(Ende)
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