Von der Forschung zur Anwendung: KI in der realen Welt
SAINT 2026 an der USTP brachte Wissenschaft, Industrie und KI-Enthusiast*innen zusammen
St. Pölten (pts020/13.04.2026/14:00)
Unter dem Motto "Beyond the Paper: Real-World in Action" zeigte die diesjährige Social Artificial Intelligence Night (SAINT) der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten, wie Künstliche Intelligenz den Weg von der Forschung in reale Anwendungen findet. Die Fachtagung des Departments Informatik und Security brachte Wissenschaft, Industrie und KI-Enthusiast*innen zusammen, um aktuelle Projekte, praktische Einsatzmöglichkeiten und gesellschaftliche Fragen rund um KI zu diskutieren. Damit bietet die SAINT eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und KI-Community in Österreich.
Ein Highlight der diesjährigen SAINT war die Keynote von Loubna Ben Allal, Machine Learning Engineer bei Hugging Face, der führenden Plattform für den freien Austausch von KI-Sprachmodellen. In ihrem Vortrag zum Thema "SmoILM Training Playbook" gab sie spannende Einblicke in die neuesten Entwicklungen beim effizienten Training großer Sprachmodelle (LLMs) und teilte exklusive Erkenntnisse aus der Konzeption und dem Training von SmolLM 3 – einem kompakten, ressourcenschonenden Sprachmodell, welches trotz seiner geringen Größe leistungsstarke KI-Anwendungen ermöglicht.
Loubna Ben Allal betonte die anhaltende Bedeutung kleiner, effizienter Modelle innerhalb moderner KI-Systeme und hob hervor, dass sie insbesondere für alltägliche Aufgaben und ressourcenschonende Anwendungen unverzichtbar sind.
"Kleine, effiziente Modelle werden sehr wahrscheinlich weiterhin unverzichtbar bleiben. Selbst in Systemen, die auf großen, hochentwickelten Modellen basieren, benötigt man kleinere Modelle für Routineaufgaben: das Zusammenfassen von Dokumenten, das Klassifizieren von Texten oder das Weiterleiten von Anfragen. Und Unternehmen, die aus Sicherheits- und Datenschutzgründen Modelle direkt auf Geräten betreiben müssen, werden auf kosteneffiziente Modelle zurückgreifen müssen", erklärt die "SmoILM 3"-Projektleiterin und Expertin für Model Effizienz, Open Source Tools und verantwortungsbewusste KI-Entwicklung.
Auch bei der Entwicklung neuer KI-Systeme sieht Loubna Ben Allal heute einen deutlich anderen Ansatz als noch vor wenigen Jahren: "Vor drei Jahren war das Training eines Modells von Grund auf oft der einzige Weg, wenn man ein Modell an die eigenen Bedürfnisse anpassen wollte. Heute würde ich für die meisten Anwendungsfälle nicht mehr dort beginnen. Stattdessen würde ich eher ein bestehendes Modell feinabstimmen und einen deutlich größeren Teil meines Budgets in Datenqualität und Evaluation investieren. Das Open-Source-Ökosystem ist enorm gereift; es gibt mittlerweile leistungsfähige Modelle für nahezu jede Größenordnung."
Effiziente, nachvollziehbare und gesetzeskonforme KI-Lösungen im Fokus
Das abwechslungsreiche Programm bot Einblicke in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz: von der automatisierten Produkterkennung in der Lebensmittelproduktion über spezialisierte KI-Modelle, die rechtliche Sicherheit bieten und digitale Souveränität unterstützen, bis hin zu Systemen, die nicht nur Vorhersagen treffen, sondern auch die Gründe für ihre Ergebnisse verstehen. Außerdem wurde gezeigt, wie KI automatisch gesetzeskonform gestaltet werden kann, indem Vorschriften wie der EU AI Act und die DSGVO in klare Regeln übersetzt werden.
"Mit der SAINT schaffen wir einen Raum, in dem Expert*innen und Interessierte neue KI-Entwicklungen erleben, diskutieren und anhand konkreter Praxisbeispiele wertvolle Impulse für Innovation und kritische Auseinandersetzung gewinnen", freut sich Sebastian Eresheim, Researcher am Institut für IT Sicherheitsforschung der USTP und Organisator der Veranstaltung. "Besonders freut es mich, jedes Jahr beobachten zu dürfen, wie Personen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen und Unternehmen sich untereinander vernetzen".
Neues KI-Reallabor für Lehre, Forschung und Dialog mit Wirtschaft und Gesellschaft
"An der USTP gestalten wir die Zukunft vertrauenswürdiger, transparenter, nachhaltiger und menschenzentrierter KI aktiv mit. Dabei verbinden wir Spitzenforschung mit praxisnaher Anwendung und Ausbildung", erklärt Johann Haag, Geschäftsführer der USTP.
Die Eröffnung des neuen KI-Reallabors an der USTP im Vorfeld der SAINT unterstreicht dieses Engagement. Das Labor verbindet Infrastruktur, Expertise und Demonstrationen – mit dem Ziel, gemeinsam die KI-Zukunft zu gestalten.
"Insbesondere die Entwicklung und praxisnahe Erprobung von KI-Methoden unter realitätsnahen Bedingungen braucht eine flexible, leistungsfähige und skalierbare Infrastruktur. Zudem verlangt die zunehmende Integration von KI-Technologien in Arbeitsabläufe und unseren Alltag die Einbindung von Nutzerinnen und Nutzer in den Entwicklungsprozess, um Anwendungsfälle ganzheitlich zu erproben und eine hohe Akzeptanz zu gewährleisten", sagt Marlies Temper, Leiterin der Studiengänge Data Intelligence (MA) und Data Science and Artificial Intelligence (BA) an der UTSP.
Das neue KI-Reallabor ist aber nicht nur für Forschung und Lehre gedacht. Als offener Begegnungsraum stärkt es den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Studierende, Forschende und Unternehmenspartner*innen sollen hier gemeinsam innovative KI-Lösungen entwickeln.
- Erfahren Sie mehr zur Social Artificial Intelligence Night (SAINT): https://saint.ustp.at/
- Mehr Infos zur Eröffnung des neuen KI-Reallabors finden Sie hier: https://www.ustp.at/de/stories/news/neues-ki-reallabor-an-der-ustp-eroeffnet
(Ende)| Aussender: | USTP – University of Applied Sciences St. Pölten |
| Ansprechpartner: | Sandra Lagler |
| Tel.: | +43 676 847 228 288 |
| E-Mail: | sandra.lagler@ustp.at |
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