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pte20220228018 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Neurotizismus mit Gaming Disorder assoziiert

Persönlichkeitsmerkmale lassen sich mit gestörtem Computer-Spielverhalten in Verbindung bringen


Spieler: Neurotizismus macht anfällig für
Spieler: Neurotizismus macht anfällig für "Gaming Disorder" (Foto: sik-life, pixabay.com)

Ulm (pte018/28.02.2022/11:31) -

Neurotische und weniger gewissenhafte Menschen neigen eher zu einer "Gaming Disorder". Zu dem Schluss kommen Forscher der Universität Ulm http://uni-ulm.de . Eine Computer-Spielstörung ist ein Krankheitsbild, das sich beispielsweise durch Kontrollverlust über die Computer-Spielaktivität äußert. Für die Studie wurden über 50 000 Selbstauskünfte von Gamern aus 150 Ländern ausgewertet. Details sind in "PLOS ONE" nachzulesen.

Bezug auf "Big Five"-Modell

Den Fachleuten nach lassen sich bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit einem gestörten Computer-Spielverhalten in Verbindung bringen, wie die Ulmer Wissenschaftler und ihre Kollegen des Royal Melbourne Institute of Technology sowie der University of London zeigen. Für die Erhebung der Persönlichkeitsmerkmale wurde in der Befragung auf das anerkannte Persönlichkeitsmodell der "Big Five" zurückgegriffen (Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit/Extraversion, Verträglichkeit (Rücksicht/Empathie) sowie Neurotizismus.

"Interessanterweise waren die Assoziationen zwischen dem Faktor Persönlichkeit und der wöchentlich mit Spielen verbrachten Zeit dagegen als gering anzusehen. Uns ist bewusst, dass die vorliegende Untersuchung nicht abschließend klären kann, ob die Persönlichkeit eine Ursache oder eine Folge des gestörten Spielverhaltens ist. In Anbetracht der Stabilität von Persönlichkeitsmerkmalen gehe ich aber eher davon aus, dass Ersteres wahrscheinlicher ist", so der Ulmer Erstautor Christian Montag. Weitere Studien sollen hier Klarheit schaffen.

(Ende)
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