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pte20211129004 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness

Social Media machen Erwachsene depressiv

Viele Nutzer reagieren laut Studie insbesondere schlecht auf Snapchat, Facebook und TikTok


Userin: Online-Netze schlecht für das Gemüt (Foto: Concord90, pixabay.com)
Userin: Online-Netze schlecht für das Gemüt (Foto: Concord90, pixabay.com)

Boston (pte004/29.11.2021/06:15) -

Social Media machen Teens depressiv – das hat schon jeder gehört. Doch das Problem besteht womöglich auch bei Erwachsenen, wie eine im Mai 2020 gestartete US-Studie zeigt. „Wir haben Leute befragt, die wegen ihrer Social-Media-Nutzung nicht deprimiert waren", so Erstautor Roy Perlis von der Harvard Medical School  https://hms.harvard.edu gegenüber „NC News". Monate später hatten dann vor allem jene Probanden, die Snapchat, Facebook oder TikTok nutzen, deutlich eher Depressionen.

Snapchat und TikTok Gift für Ältere

Eigentlich wollten die Forscher mit ihren von Mai 2020 bis Mai 2021 monatlich erfolgenden Befragungen von 5.395 erwachsenen Usern (Durchsnittsalter 56) ergründen, wie US-Nutzer mit der Covid-Pandemie umgehen. Doch mit der Zeit interessiertern sie sich eher dafür, wie sich die Nutzung sozialer Medien auf das Gemüt auswirkt. So zeigte sich, dass jene Probanden, die Social Media nutzen, in späteren Befragungen eher depressive Symptome zeigten als jene, die Social Media fern bleiben.

Zudem ergab die Studie, dass verschiedene soziale Medien offenbar unterschiedliche Alterskohorten beeinflussen. So scheinen Menschen unter 35 mit Snapchat und TikTok keine Probleme zu haben, während die noch Älteren gerade bei Nutzung dieser Plattformen eher in Depressionen gleiten. Warum genau das so ist, bleibt unklar. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Tatsache, dass es sich um stark visuelle Medien handelt oder damit, dass diese normalerweise eher auf jüngeres Publikum abzielen.

Facebook-Frust unter 35

Auch Facebook ist ein soziales Medium, das laut Studie relativ klar mit depressiven Symptomen bei Erwachsenen steht. Doch gilt das in diesem Fall besonders bei Unter-35-Jährigen,während noch ältere Facebook-User kaum betroffen scheinen. Auch hier bleibt unlar, woran genau das liegt.

Die Forscher halten zudem fest, dass die Studie lediglich einen Zusammenhang von Depression mit Social-Media-Nutzung nachweist. Die soziale Medien sind aber nicht unbedingt tatsächlich der Auslöser. Es scheint ebenso denkbar, dass Menschen, die aus anderen Gründen zu Depressionen neigen, sich aus irgendeinem Grund zu bestimmten Plattformen hingezogen fühlen.

Zur Studie "Association Between Social Media Use and Self-reported Symptoms of Depression in US Adults": https://bit.ly/311lzK0

(Ende)
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