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pte20211015031 Technologie/Digitalisierung, Politik/Recht

Android: Heimliches Datensammeln belegt

Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme untersucht - Nutzer können nicht widersprechen


Android-Smartphones spionieren User aus (Symbolfoto: Gerd Altmann, pixabay.com)
Android-Smartphones spionieren User aus (Symbolfoto: Gerd Altmann, pixabay.com)

Ediburgh/Dublin (pte031/15.10.2021/16:49) -

Das von Google entwickelte weit verbreitete Smartphone-Betriebssystem Android und seine Varianten sammeln eifrig Daten seiner Besitzer und teilt sie sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook. Das ist bei einer Untersuchung von Forschern der University of Edinburgh https://www.ed.ac.uk/ und des Trinity College Dublin https://www.tcd.ie/ in Irland herausgekommen. Zu den untersuchten Smartphones gehörten die europäischen Geräte von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme.

[b]Datengier ist weit größer als erwartet[/b]

Haoyu Liu, Paul Patras und Douglas J. Leith hatten durchaus damit gerechnet, dass die Betriebssysteme hin und wieder Daten an deren Server schicken. Jedoch ging die Menge an Daten, die den Besitzer wechselten, weit über das hinaus, was die Forscher erwartet hatten. Auch brachte es keine Abhilfe, die Betriebssysteme datensparsam zu konfigurieren. Eine Möglichkeit, der Datenweitergabe zu widersprechen, gibt es nicht.

[b]Bisher lag der Fokus auf Apps und Cookies[/b]

Die Datensammelleidenschaft von Apps auf Smartphones sind schon oft untersucht worden. Dabei geht es um Identifizierbarkeit, Bewegungsverfolgung, Verhaltensprofile und Verknüpfen verschiedener Daten durch App-Entwickler und andere Anbieter. Erst kürzlich wurden beispielsweise das Google-Apple Exposure Notification System (GAEN) untersucht, die Grundlage für Covid-19-Apps ist. Auch die Massenüberwachung von Journalisten, Politikern und Menschenrechtsaktivisten durch Spyware wie Pegasus sind ist bekannt. Die Sammelleidenschaft der darunter liegenden Betriebssysteme beachteten die meisten Forscher jedoch nicht 

[b]Gesetze konnten die Sammelwut nicht stoppen[/b]

„Die massive und fortlaufende Datensammlung unserer Smartphones, der man nicht widerspreche kann, ist komplett an uns vorübergegangen", sagt Professor Doug Leith vom Lehrstuhl für Informatik und Statistik am Trinity College. „Wir haben uns zu sehr auf Cookies und bösartige Apps konzentriert. Ich hoffe, dass unsere Erkenntnisse ein Weckruf für die Öffentlichkeit, Politiker und Behörden ist."

Paul Patras, außerordentlicher Professor an der School of Informatics von der University of Edinburgh, ergänzt: „Auch wenn in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern wie den EU-Mitgliedsstaaten, Kanada und Südkorea viele Gesetze zum Schutz von personenbezogenen Daten in Kraft traten, sind die gängigen Datensammelpraktiken immer noch weit verbreitet.

[b]Rückschlüsse auf Benutzereigenschaften[/b]

Fast alle Android-Betriebssysteme erstellen Listen aller installierten Apps auf dem Smartphone. Problematisch daran ist, dass so auf spezifische Benutzereigenschaften geschlossen werden kann, etwa auf deren geistige Gesundheit, die Religionszugehörigkeit oder die sexuelle Orientierung. Damit lassen sich Geschäfte machen.

(Ende)
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Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
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