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pte20211012014 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Langzeit-Weltraum-Missionen schaden Gehirn

Leichtgradige, aber anhaltende Verletzung sowie beschleunigter Alterungsprozess nachgewiesen


Astronaut: Langzeit-Missionen schaden Gehirn (Foto: pixabay.com, WikiImages)
Astronaut: Langzeit-Missionen schaden Gehirn (Foto: pixabay.com, WikiImages)

München (pte014/12.10.2021/10:30) - Längere Weltraumbesuche schaden dem Gehirn. Mehrere Kennproteine für Alterungsprozesse und Verletzungen des Gehirns steigen direkt nach der Rückkehr auf die Erde deutlich an, wie Forscher der Universität München (LMU) http://lmu.de belegen. Sie haben mittels hochmoderner Bluttests die strukturelle Integrität des Gehirns von Astronauten nach ihrer Rückkehr untersucht.

169 Tage mit Folgen

Konkret haben die Experten Blutproben von fünf Astronauten untersucht, die im Mittel 169 Tage an Bord der internationalen Raumstation ISS verbracht hatten. Bei allen Raumfahrern entnahmen sie sowohl vor dem Start der Mission als auch am Tag nach der Rückkehr Blut, zusätzlich auch noch eine und drei Wochen nach Landung auf der Erde. "Damit sind wir die Ersten, die engmaschig über drei Wochen unmittelbar nach einem Langzeitaufenthalt im Blut sehr detailliert den Zustand des Gehirns beurteilen können", sagt LMU-Mediziner Peter zu Eulenburg.

Die Blutproben zeigen dem Forscher nach im Vergleich zur Untersuchung vor dem Start einen erheblichen Anstieg mehrerer hirneigener Proteine - vor allem in der ersten Woche nach der Rückkehr. Die beobachteten Proteine sprechen hier für eine Verletzung der langen Nervenfasern in der weißen Substanz und im Stützgewebe des Gehirns, der Glia. Der Anstieg der Blutwerte sei für zwei Varianten des Amyloid-Proteins, einem Alterungsmarker, sogar noch nach drei Wochen substantiell nachweisbar und korreliere in seiner Höhe mit der Dauer seit dem Start ins All.

Abfall der Werte bei Tau

Für das Tau-Protein als Repräsentant der grauen Substanz fand sich erst drei Wochen nach Rückkehr zur Erde ein deutlicher Abfall der Werte im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung. Da das Verhalten sehr verschiedener Proteine sehr ähnlich war, gehen die Forscher von einer umfassenden Gesamtreaktion des gesamten Gehirns nach Langzeitaufenthalt in der Schwerelosigkeit aus und nicht nur von der Veränderung einer Gewebsart alleine.

"Insgesamt deuten unsere Ergebnisse auf eine leichtgradige, aber anhaltende Hirnverletzung und einen beschleunigten Alterungsprozess des Gehirns bei Rückkehr zur Erde hin. Es scheinen dabei alle relevanten Gewebsarten des Gehirns betroffen zu sein", sagt zu Eulenburg. Ein klinischer Hinweis für neurologisch relevante Folgen eines Langzeitaufenthalts im All seien bisher lediglich Veränderungen des Sehvermögens bei einigen Raumfahrern.

(Ende)
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