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pte20210908002 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

Finanzstandort London gerät ins Wanken

Lobbyisten-Organisation TheCityUK fordert Reformen zur Sicherung internationaler Führungsrolle


London: ohne Reformen düstere Aussichten (Foto: Luke Stackpoole, unsplash.com)
London: ohne Reformen düstere Aussichten (Foto: Luke Stackpoole, unsplash.com)

London (pte002/08.09.2021/06:05) -

London und Großbritannien brauchen dringend Reformen in Beriechen wie Steuer- und Arbeitsrecht, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Position als weltweit führender Finanzstandort zu sichern. Dazu mahnt TheCityUK http://thecityuk.com , einflussreiche Lobbying-Organisation der britischen Finanzbranche. Sie präsentierte eine neue Strategie, „die darauf abzielt, Großbritannien innerhalb von fünf Jahren wieder zum weltweit führenden internationalen Finanzzentrum zu machen."

Nur keine Selbstgefälligkeit

Noch gilt London als ein führendes Finanzzentrum, doch auf solchen Lorbeeren darf man sich nicht ausruhen.  „Eines der größten Risiken für erfolgreichen Finanzzentren ist Selbstgefälligkeit. Europa ist übersät mit Städten, die einst führendes internationales Zentrum ihrer Zeit waren", warnt TheCityUK-CEO Miles Celic. Trotz Wachstums in vielen Bereichen hat der britische Finanzstandort im vergangenen Jahrzehnt relativ zur internationalen Konkurrenteneingebüßt. Dafür seien laut TheCityUK unter anderem das beeindruckende Wachstum neuer Finanzzentren in Asien und anhaltende Fortschritte in den USA verantwortlich.

Mit dutzenden Unternehmen aus der Finanzbranche hat TheCityUK daher eine Strategie ausgearbeitet, mit der Großbritannien „in fünf Jahren die Führungsrolle bei Finanzzentren zurückerobern" soll. Wirtschaft, Regierung und Regulatoren müssten ernsthafte und nachhaltige Anstrengungen unternehmen, um das wirklich zu erreichen. Ein Teil der Forderungen bezieht sich nicht zuletzt auf Probleme, die der Brexit und der gerade aus Sicht der Finanzbranche schwache Nachfolgevertrag mit der EU mit sich gebracht haben.

Wichtige Märkte

So fordert TheCityUK ein Handelsabkommen mit der EU, das im Gegensatz oder ergänzend zum derzeit bestehenden auch Finanzdienstleistungen abdeckt, um den Zugang zum europäischen Markt zu erleichtern. Ebenso auf dem Plan steht ein leichterer,  günstigerer Zugang zu Visas für qualifizierte Kräfte, wie sie mittlerweile ja auch jene aus der EU benötigen.

Weitere Punkte der Strategie umfassen unter anderem die Entwicklung neuer globaler Märkte, die Liberalisierung des Handels mit aufstrebenden Märkten und die Stärkung Großbritanniens als Standort, über den Investoren Zugang zu Märkten weltweit finden. Wichtig sei auch, dass Großbritannien im Bereich Fintech und Innovation ein Spitzenreiter bleibt. Um ausländische Direktinvestitionen zu fördern, solle es eine Steuerreform im Bereich Finanzdienstleistungen geben.

(Ende)
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Ansprechpartner: Thomas Pichler
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