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pte20210422026 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Wirtschaft

Finanzkriminalität: Corona lähmt Banken

Dezentrale Organisation durch Mitarbeiter im Home-Office erschwert gezielte Bekämpfung


Achtung, Vorfall: Banken kapitulieren oft (Foto: pixabay.de, madartzgraphics)
Achtung, Vorfall: Banken kapitulieren oft (Foto: pixabay.de, madartzgraphics)

Bensheim (pte026/22.04.2021/13:00) - Remote-Arbeit im Zuge von Home-Office durch Corona behindert die Bekämpfung der Finanzkriminalität. Das sehen 64 Prozent der deutschen Banken-Manager im Rahmen einer Erhebung des US-Analytics-Software-Unternehmens FICO http://fico.com so. Hierzu wurden 110 Führungskräfte des Finanzsektors aus den USA, Großbritannien, Brasilien, Deutschland, Skandinavien und Kanada befragt. Laut 57 Prozent der Befragten in Deutschland fehlt vor allem entsprechendes Fachpersonal, um Finanzkriminalität wirksam zu bekämpfen.

"Abteilungen am Limit"

"Die Abteilungen zur Bekämpfung von Betrug und Finanzkriminalität sind langsam an ihrem Limit. Gleichzeitig stehen Abteilungen, die bisher fast ausschließlich von einem gemeinsamen Bürostandort aus operiert haben, vor der Herausforderung, die gewohnte Zusammenarbeit auch aus dem Home-Office heraus fortzuführen", umreißt Jörg Reuter, Pre-Sales Consultant Fraud (EMEA) bei FICO, das Problem. Gerade die Remote-Arbeit bringe in vielen Finanzinstituten auch die eingesetzte Technik an ihre Grenzen.

"Über die Hälfte der befragten Führungskräfte gab an, dass ein Mangel an entsprechend ausgebildetem Fachpersonal einer effektiven Bekämpfung von Finanzkriminalität im Wege steht. Das zeigt ein Stück weit ein Henne-Ei-Problem. Die technologischen Gegebenheiten stimmen nicht, deshalb bleiben die Fachkräfte weg. Oder die Fachkräfte fehlen, deswegen kommt die Digitalisierung nicht in die Gänge", verdeulticht Reuter. Die Corona-Pandemie habe mehr als deutlich gezeigt, dass viele Banken bei der Digitalisierung Nachholbedarf haben.

Integrierte Systeme nötig

Dabei haben laut FICO viele Banken die Basis für eine umfangreiche Transformation ihrer Systeme bereits heute an Bord. "Denn üblicherweise teilen sich Lösungen zur Betrugserkennung und Lösungen zur Geldwäschebekämpfung rund 80 Prozent der Funktionen und der Daten. Doch sind aktuell entsprechende Systeme fast immer voneinander getrennt - genauso wie die jeweiligen Abteilungen", heißt es. Moderne integrierte Systeme in einer einzigen Plattform seien nötig, was den Wandel innerhalb einer Bank vorantreiben könne.

(Ende)
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Ansprechpartner: Florian Fügemann
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