Hightech

HIGHTECH

BUSINESS

25.10.2020 - 11:00 | Bundesverband Photovoltaic Austria
25.10.2020 - 10:35 | Büro Heiko Schulze, Haus der Bundespressekonferenz
24.10.2020 - 16:25 | E-Mail Marketing Academy

MEDIEN

24.10.2020 - 16:10 | dialog-Mail eMarketing Systems GmbH
23.10.2020 - 13:00 | FH St. Pölten
23.10.2020 - 10:30 | pressetext.redaktion

LEBEN

pte20200922002 Technologie/Digitalisierung

Hohlfaser überträgt Signale ohne Rauschen

Neues Design in Form eines hohlen, luftgefüllten Lichtwellenleiters reduziert Störungen effektiv


Skizze des optischen Hohlfaserleiters in neuem Design (Grafik: A. Iyer, ucf.edu)
Skizze des optischen Hohlfaserleiters in neuem Design (Grafik: A. Iyer, ucf.edu)

Orlando/Rochester (pte002/22.09.2020/06:05) - Forscher der University of Central Florida http://ucf.edu haben einen hohlen, luftgefüllten Lichtwellenleiter entwickelt, der das Rauschen deutlich reduziert. Damit gemeint sind Störungen, die das Signal überlagern und es verfälschen. Beim Empfänger kommt dann nur noch Datensalat an. Um das zu verhindern, werden die Signale nach einer gewissen Laufstrecke verstärkt. Wird das Rauschen weitgehend unterdrückt, müssen die Signale seltener verstärkt werden.

Schallwellen stören Lichtblitze

"Obwohl viele Forscher und Unternehmen an der Faser interessiert sind, hat bisher niemand das Verhalten akustischer Phononen und deren Einfluss auf das Rauschen untersucht", so William Renninger, Assistenzprofessor für Optik an der University of Rochester http://rochester.edu . Akustische Phononene sind quantenphysikalische Schallschwingungen, die mit den Lichtblitzen interagieren und diese stören. Es zeigte sich, dass die Störungen um mehr als das Tausendfache abnahmen, verglichen mit einem konventionelle optischen Datenleiter.

Der Lichtwellenleiter aus Florida besteht aus einem gläsernen Mantel, der sieben weitere Hohlfasern umhüllt. Der gesamte Innenraum ist mit Luft gefüllt. Dadurch wird die Entstehung der hinderlichen akustischen Photonen beeinträchtigt. Messungen mit hochempfindlichen Geräten haben gezeigt, dass sich, verglichen mit anderen Lösungsversuchen, das Rauschen um das Zehnfache reduzieren lässt. Es könnte sich nicht einmal um den Faktor 100 verbessern, wenn die Luft aus der Hohlfaser entfernt würde. Diese überträgt Schallwellen, die von Außen kommen. Sie dämpfen das Signal ähnlich wie akustische Phononen. "Dann wäre das Rauschen unglaublich gering", vermutet Renninger.

Auch Eiseskälte könnte helfen

Noch besser wäre das Signalverhalten der Faser, wenn sie auf eine Temperatur weniger als minus 100 Grad Celsius gekühlt würde. Doch das sei kompliziert und sehr aufwendig. Die Lösung aus Florida arbeitet bei normalen Temperaturen rauscharm. "Wenn das Schicksal der Welt von der Reduzierung des akustischen Rauschens abhinge, würde ich die Faser aus Florida empfehlen", unterstreicht Renninger abschließend.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail: kempkens@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
97.950 Abonnenten
|
184.205 Meldungen
|
75.414 Pressefotos
Top