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pte20200729010 Umwelt/Energie, Handel/Dienstleistungen

Strom und Gas: Gesenkte Mehrwertsteuer verpufft

Strompreise deutscher Versorger in der Grundversorgung im Schnitt um 3,5 Prozent gestiegen


Strom kostet Geld: Preise steigen weiter (Foto: pixabay.com, AlexanderStein)
Strom kostet Geld: Preise steigen weiter (Foto: pixabay.com, AlexanderStein)

Heidelberg (pte010/29.07.2020/10:30) - Die Senkung der Mehrwertsteuer schafft es bei den Verbrauchern nicht, die teils massiven Preiserhöhungen deutscher Versorger auszugleichen. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox http://verivox.de sind die Strompreise in der Grundversorgung im Schnitt um 3,5 Prozent gestiegen. Die Tarifexperten raten Haushalten daher, Alternativanbieter ernsthaft in Betracht zu ziehen.

33,66 Cent pro kWh

"Trotz überdurchschnittlich hoher Stromkosten in der Grundversorgung haben die Versorger im Jahresverlauf weiter kräftig an der Preisschraube gedreht. Die durch die Senkung der Mehrwertsteuer erhoffte Entlastung kommt deshalb bei vielen Stromkunden gar nicht an", so Verivox-Energieexperte Thorsten Storck.

Laut der Bundesnetzagentur bezieht noch rund jeder vierte Haushalt in Deutschland Strom über den örtlichen Grundversorgungstarif. Hier stiegen die Stromkosten zwischen Januar und Juni von 32,51 auf 33,66 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Durch die reduzierte Mehrwertsteuer sank der Strompreis im Juli zwar auf 32,81 Cent pro kWh - liegt damit aber immer noch knapp ein Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Jetzt Anbieter wechseln

Ein Wechsel zahlt sich laut Verivox aus. So seien die günstigsten Tarife der Wettbewerber von Januar bis Juli um elf Prozent gesunken, unter Berücksichtigung der reduzierten Mehrwertsteuer sogar um 13 Prozent. Ein Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 kWh könne durch den Wechsel von der Grundversorgung hin zum günstigsten verfügbaren Angebot mit fairen Vertragsbedingungen im Schnitt aktuell 407 Euro pro Jahr einsparen.

Angst vor einem aufwendigen Prozedere beim Wechsel räumt Storck aus: "Viele Verbraucher haben die Befürchtung, dass der Anbieterwechsel kompliziert ist. Dabei dauert er nur wenige Minuten. Es sind keine technischen Änderungen notwendig, die Kündigung übernimmt der neue Anbieter und die unterbrechungsfreie Belieferung ist gesetzlich garantiert."

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Florian Fügemann
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