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pte20200526004 Technologie/Digitalisierung, Forschung/Entwicklung

Selfies: KI liest Charakter besser als der Mensch

Erfolgsquote zwar nur bei 58 Prozent, doch Menschen kommen nicht an diesen Wert heran


Selfie: Fotos geben Aufschluss über Persönlichkeit (Foto: pixabay.de, tookapic)
Selfie: Fotos geben Aufschluss über Persönlichkeit (Foto: pixabay.de, tookapic)

Moskau (pte004/26.05.2020/06:05) - Computer können die Persönlichkeitsmerkmale von Menschen anhand von Selfies besser abschätzen als Personen, die auf diese Art der Beurteilung trainiert sind. Zwar liegt die Erfolgsquote bei nur 58 Prozent, doch Menschen schaffen weniger. Für eine endgültige Beurteilung müsste das Verfahren noch verbessert werden, so Forscher der National Research University Higher School of Economics http://hse.ru/en und das Start-up BestFitMe http://bestfitme.com .

"Big Five" spiegeln Persönlichkeit

Die Experten haben ihr Verfahren mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) realisiert. Dazu trainierten sie das Tool mit 31.000 Bildern von 12.000 Freiwilligen. Sie füllten einen Fragebogen aus, indem sie selbst ihre Persönlichkeit beurteilten. Es ging um die "Big Five", die in der Psychiatrie dazu dienen, einen Menschen zu beurteilen: Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Geselligkeit, Verträglichkeit sowie emotionale Labilität und Verletzlichkeit. Diese spiegeln sich nach Auffassung vieler Experten im Gesichtsausdruck wider.

Die Forscher ließen die Bilder zunächst von neuronalen Netzwerken bearbeiten, um Bilder auszuschließen, die allzu starke Emotionen verrieten. Sodann bewertete ein weiteres neuronales Netzwerk 128 charakteristische Merkmale eines jeden Gesichts und zog daraus seine Schlüsse. Am besten gelang es, Gewissenhaftigkeit zu erkennen. Bei Frauen-Gesichtern war das Programm erfolgreicher als bei Männern. Dass die Forscher auf dem richtigen Weg sind, zuverlässige Einschätzungen zu liefern, zeigte sich an der Übereinstimmung der Ergebnisse mehrerer Bilder einer Person.

Menschliches Hirn ist unterlegen

Seit dem Altertum versuchen Menschen andere anhand ihrer Gesichter zu beurteilen. Es hat eine Reihe von Ansätzen gegeben, doch die Ergebnisse waren meist eher schwammig. So hat man versucht, aus dem Verhältnis von Höhe zur Breite eines Gesichts entsprechende Schlüsse zu ziehen, weitgehend vergeblich. Es müsse dennoch einen Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit eines Gesichts und den persönlichen Merkmalen geben, meinen die russischen Forscher. Beides werde schließlich von Genen und Hormonen geformt. Jüngste Erkenntnisse der Neurowissenschaft legen jedoch nahe, dass ein menschliches Gehirn Gesichter als Einheit verarbeitet, also nur den Gesamteindruck registriert, nicht jedoch die einzelnen Eigenarten. Aus diesem Grund sei der trainierte Computer im Vorteil.

(Ende)
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