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Mathe-Skills: Erst Zuversicht bringt Profite

Mangelndes Selbstvertrauen bei hoher Kompetenz kostet laut Wissenschaftlern massiv


Rechnen: Zuversicht steigert die Gewinne (Foto: Bru-nO, pixabay.com)
Rechnen: Zuversicht steigert die Gewinne (Foto: Bru-nO, pixabay.com)

Columbus (pte002/11.09.2019/06:05) - Wer gut in Mathematik ist, schneidet finanziell besser ab - aber nur, wenn er auch Zuversicht in seine mathematischen Fähigkeiten hat. Das hat eine Studie der Ohio State University http://osu.edu ergeben. Selbstbewusste Rechengenies verdienen demnach fast 100.000 Dollar mehr pro Jahr als Menschen, denen bei gleichem Zahlengeschick das Selbstvertrauen fehlt. Berechtigte Zuversicht in die eignen Mathe-Skills hilft aber nicht nur in finanziellen Angelegenheiten.

Zuversichtlich gut verdienen

Mathe hilft in finanziellen wie medizinischen Dingen - aber eben nur mit Selbstvertrauen. "Wenn man wenig numerische Zuversicht hat, helfen anscheinend all die Mathe-Skills der Welt nicht viel", meint Studien-Erstautorin Ellen Peters. Denn die Forscher haben die Ergebnisse eines objektiven Mathe-Tests damit verglichen, was 4.572 US-Probanden über ihre finanzielle Situation von Kreditkartenschulden bis Investments berichten. Wer gut in Mathe ist und darin Zuversicht hat, steht demnach finanziell besser da.

Ein besonders deutliches Beispiel dafür waren Probanden, die beim Mathe-Test perfekt abschnitten. Hier brachten es jene mit hohem Mathe-Selbstvertrauen im Schnitt auf 94.000 Dollar mehr Jahreseinkommen als jene mit mangelnder Zuversicht in die eigenen mathematischen Fertigkeiten. "Wir vermuten, dass jene, denen Selbstvertrauen fehlt, nicht an den Zahlen dranbleiben, wenn es schwer oder mühsam wird. Also werden ihre Fertigkeiten nicht genutzt", meint Psychologin Peters dazu.

Wichtiger Faktor in Medizin

Doch nicht nur in finanziellen Angelegenheiten spielt die Zuversicht in die eigenen Mathe-Skills eine große Rolle. In einer zweiten Untersuchung konnten die Forscher zeigen, dass mathematisch kompetente Personen, die an Lupus erkrankt sind, bei Zuversicht in ihre Fähigkeiten einen deutlich besseren Krankheitsverlauf zeigen. Das könnte damit zusammenhängen, dass solche Personen eher Medikamente richtig dosieren und wirklich gute Entscheidungen, beispielsweise in Sachen Versicherungen und Gesundheitsanbieter, treffen. Übertriebene Zuversicht in schlechte Mathe-Skills dagegen scheint für Lupus-Patienten regelrecht gefährlich.

(Ende)
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Ansprechpartner: Thomas Pichler
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