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pts20190628005 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Demo Day des Health Hub Vienna

Wie Kooperationen zwischen Start-ups und Corporates gelingen können


Wien (pts005/28.06.2019/08:00) - Demo Day des Health Hub Vienna: Mit überraschenden Ergebnissen ging die dritte Auflage von Österreichs erstem MedTech Accelerator zu Ende.

Am 13. Juni fand im Financial Life Park der Erste Bank ein ungewöhnlicher Pitching Event des Health Hub Vienna (HHV), des von INiTS Universitäres Gründerzentrum und UNIQA initiierten MedTech Accelerators statt, bei dem nicht so sehr die Startups, sondern vielmehr Kooperationen und die Erkenntnisse daraus im Mittelpunkt standen.

Ein ungewöhnlicher Event

Nicht nur die Location und das Eventformat waren ungewöhnlich, auch die Ergebnisse des dritten Durchgangs, die zum Demo Day von den teilnehmenden Startups und Corporates präsentiert wurden, entsprachen nicht dem, was man von Pitching Contests gemeinhin gewohnt ist.
Im FLiP (Financial Life Park) am Erste Bank Campus präsentierten sich nämlich nicht nur internationale Startups aus der Gesundheitsindustrie. Der Focus lag erstmals auf den Partnerschaften selbst, die sich in diesem einzigartigen Zusammenschluss zwischen den jungen Unternehmen und den etablierten Playern gebildet hatten und den sich daraus ergebenden Ergebnissen.

Moderator Juan Guerra ließ dabei die Unternehmensvertreter bei einem Durchgang durch den FLiP über die Learnings aus den jeweiligen Kooperationen berichten. Diese drehten sich um die drei Themen "Innovation durch Zusammenarbeit", "Insourcing von Innovation" und "Förderung von Entrepreneurship".

Drei erfolgreiche Use Cases

Anders als in der kürzlich von der Boston Consulting Group veröffentlichten Studie "After the Honeymoon Ends", bei der von überwiegender Ernüchterung in der Kooperation zwischen Startups und großen Konzernen die Rede ist, stellen die drei Use Cases am Demo Day durchwegs positive Beispiele einer gelungenen Zusammenarbeit dar.

Use Case eins entstand in der Zusammenarbeit von der PremiQaMed Group mit dem österreichischen Startup Symptoma und ist ein Beispiel für "Innovation durch Zusammenarbeit". Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz erhält der Arzt eine Ersteinschätzung, noch während der Patient im Warteraum sitzt. Dies erhöht die Behandlungssicherheit und kann außerdem den Diagnoseprozess verkürzen. Martin Fuchs, COO der PremiQaMed Group, sieht "die Zusammenarbeit als Investment in die Zukunft. Sie ist ein weiterer Schritt auf einem Weg, auf dem durch den Einsatz innovativer Technologien sowohl Patient wie Arzt gleichermaßen profitieren".

Use Case zwei, präsentiert von Fredrik Wendschlag (UNIQA Health & Innovation), steht für "Insourcing von Innovationen" und entstand aus der Kooperation mit Sidekick Health aus Schweden. Das Startup entwickelte eine mobile App, mit der auf spielerische Weise ein gesunder Lebensstil gefördert wird. Um die Anwenderfreundlichkeit der App zu testen und zu verbessern, traten in einer definierten Testphase zwei UNIQA Teams gegeneinander an. Der Use Case trägt laut Wendschlag auch dazu bei, "an Dinge neu heranzugehen und auszuprobieren".

Use Case drei wurde von HHV Partner Pfizer Austria eingebracht. Unter dem Titel "Förderung von Entrepreneurship" startete Pfizer eine interne Eventserie, bei der Mitarbeiter von Pfizer und die Gründer der Startups Datlowe, Scarletred und Sidekickhealth zusammentrafen. Das Ziel - neue und unterschiedliche Denkansätze und Handlungsweisen kennenzulernen und daraus gemeinsame Projekte für Patienten, etwa zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung, zu entwickeln. "Wir sehen, dass der Austausch mit den Gründern Begeisterung für neue Ideen schafft. Damit können wir unsere interne Innovationskultur weiterentwickeln und gleichzeitig Lösungen für Herausforderungen unserer Patienten entwickeln", so Natalie Kager, Senior Manager Corporate Affairs bei Pfizer Austria.

Offenheit und Mut als Erfolgskriterien

Anders als bei misslungenen Kooperationen zwischen Corporates und Startups, bei denen oftmals Eigeninteressen im Vordergrund stehen, kann laut INiTS-CEO Irene Fialka beim Health Hub Vienna "bereits nach eineinhalb Jahren von einer erfolgreichen internationalen Brand gesprochen werden. Dies deshalb, weil das Lernen mit- und voneinander und das sich Einlassen auf das Neue im Fokus steht".

Peter Eichler, Vorstand der UNIQA Versicherungsverein Privatstiftung und Health Hub Partner der ersten Stunde, ergänzt: "Der Health Hub Vienna ist eine Keimzelle, die etablierten Corporates und jungen Startups ideale Bedingungen bietet, um innovative Ansätze gemeinsam zu testen und weiterzuentwickeln. Aus dieser gegenseitigen Inspiration können Dinge entstehen, die das Potenzial haben, das Gesundheitswesen zu verändern."

Fotolink http://bit.ly/2ZSo4bk
Videolink: http://bit.ly/2XwurUa

(Ende)
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