Medien

HIGHTECH

22.01.2020 - 11:30 | pressetext.redaktion
22.01.2020 - 06:05 | pressetext.redaktion
21.01.2020 - 11:30 | pressetext.redaktion

BUSINESS

22.01.2020 - 13:00 | Treasury Intelligence Solutions GmbH
22.01.2020 - 12:40 | DoN group
22.01.2020 - 12:30 | pressetext.redaktion

MEDIEN

22.01.2020 - 10:30 | pressetext.redaktion
22.01.2020 - 06:15 | pressetext.redaktion
21.01.2020 - 10:30 | pressetext.redaktion

LEBEN

22.01.2020 - 13:30 | pressetext.redaktion
22.01.2020 - 11:45 | Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.
22.01.2020 - 10:05 | Pure Bio Energy
pte20190226003 Technologie/Digitalisierung, Medien/Kommunikation

YouTube Kids schockt mit Suizid-Tutorials

Jugendgefährdende Videos zeigen einen Mann, der Kindern zeigt, wie man Rasierklinge ansetzt


Junge: Gefahr auf der YouTube-Kids-App (Foto: pixabay.com, mojzagrebinfo)
Junge: Gefahr auf der YouTube-Kids-App (Foto: pixabay.com, mojzagrebinfo)

San Bruno/Stegersbach (pte003/26.02.2019/06:10) - Google-Tochter YouTube entsetzt seine minderjährigen User mit der Darstellung verdeckter Suizid-Tipps. Die Kinderärztin und Mutter Free Hess hat laut einem Bericht der "Washington Post" diese Entdeckung auf der "YouTube Kids"-App gemacht. Im Rahmen eines Clips über Kinder-Videospiele erschien ein Mann auf dem Bildschirm, der Anweisungen erteilte, wie man sich mittels Rasierklinge das Leben nehmen kann.

Reflexion wesentlich

"Ein 100-prozentiger Schutz vor derartigen Angriffen ist nie möglich, da diese Inhalte, wie aus der aktuellen Quelle hervorgeht, auch immer wieder in Clips versteckt sind, in denen man dies nicht erwarten würde. Was ich als Elternteil machen kann, ist darauf zu achten, dass ich mein Kind im Umgang mit dem Internet beziehungsweise sozialen Medien und den damit verbundenen Gefahren sensibilisiere", erklärt Kinder- und Jugendpsychologe Mario Reichmann http://kinder-psychologen.at gegenüber pressetext.

"Dies erreiche ich einerseits dadurch, dass ich eine vertrauensvolle Beziehung sowie Gesprächsbasis zu meinem Kind halte, sodass es sich auch traut, zu mir zu kommen, wenn es Unstimmigkeiten im Internet entdeckt. Andererseits sollte ich als Elternteil auch Interesse an dem zeigen, was mein Kind im Internet macht und auf welchen Seiten es herumsurft beziehungsweise welche Beiträge es sich auf YouTube anschaut", erläutert Reichmann. Wesentlich sei hierbei eine Nachbesprechung und Reflexion der Inhalte, um ein Gefühl für normal, erlaubt, grenzwertig, übergriffig und dergleichen bei seinem Kind zu fördern.

Unterschätzte Gefahr

Die beschriebene Szene erschien in einigen Videos des bekannten Nintendo-Videospiels "Splatoon" auf YouTube sowie YouTube Kids. In dem Video ist ein Mann zu sehen, der sagt: "Erinnert euch Kinder, seitlich schneiden, wenn ihr Aufmerksamkeit wollt." Dabei hält die Person eine imaginäre Klinge an die Innenseite des Arms.

"In meinen Augen sind diese Videos extrem gefährlich für Kinder", schildert Hess im Interview. YouTube hat das Video entfernt, als Hess es über ihren Blog PediMom.com http://bit.ly/2SqPocO veröffentlichte. YouTube-Sprecherin Andrea Faville betont trotz der Vorfälle in einem schriftlichen Statement, dass YouTube viel daran setzte, Videos zu entfernen, die Selbstverletzung fördern.

Längst kein Einzelfall

Hess zufolge gibt es auf der YouTube-Kids-App noch andere besorgniserregende Videos: So zeige ein "Minecraft"-Video einen Schulamoklauf. In einem weiteren Clip sei ein Cartoon zu sehen, der sich mit Menschenhandel befasst. Auch Kinder, die sich durch Erhängen und Erstechen das Leben nehmen, seien in anderen Videos zu sehen. Insgesamt handelt es sich dabei um eine alarmierende Entwicklung, die Kinder nachhaltigen Schaden zufügen kann.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Carolina Schmolmüller
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail: schmolmueller@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.284 Abonnenten
|
176.990 Meldungen
|
71.905 Pressefotos

IR-NEWS

Top