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pts20180828020 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Studie: Problematisches Bewusstsein der Bevölkerung bezüglich Bluthochdruck-Messung und Behandlung


Berlin/Wels (pts020/28.08.2018/10:50) - Eine österreichische Studie mit fast 11.000 Teilnehmern zeigte ein "suboptimales Bewusstsein der Bevölkerung bezüglich Bluthochdruck und Blutdruckkontrollraten", berichten die Studienautoren auf dem Europäischen Kardiologiekongress in München. Im Rahmen ihrer Untersuchung wurde Kunden von 45 Apotheken und Besuchern von zwei Gesundheitsveranstaltungen in Oberösterreich der Blutdruck gemessen.

"38,1 Prozent der Untersuchten hatten einen erhöhten Blutdruck, definiert als ein Wert über 140/90 mmHg. Von den 3.980 Teilnehmern mit vorbekanntem Bluthochdruck hatten bei der Messung in der Apotheke mehr als die Hälfte erhöhten Blutdruck, von jenen ohne vorbekannten Bluthochdruck knapp 30 Prozent. 32,4 Prozent nahmen zum Untersuchungszeitpunkt Medikamente gegen Bluthochdruck ein", berichtet Studienautorin Dr. Kathrin Danninger (Klinikum Wels-Grieskirchen) bei der Präsentation ihrer Studie auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC). In München kommen von 25. bis 29. August 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern zusammen.

Ein alarmierender Befund, so die Studienautorin: "Eine erhebliche Anzahl an Studienteilnehmern - sowohl mit als auch ohne bekannten Bluthochdruck - wies bei der Messung in der Apotheke erhöhte Blutdruckwerte auf, viele Teilnehmer nahmen trotz bereits diagnostiziertem Bluthochdruck keine entsprechenden Medikamente ein."

Gleichzeitig wurde bei mehr als einem Drittel der Teilnehmer mittels Messung der aortalen Pulswellengeschwindigkeit als Maßstab für die Gefäßsteifigkeit eine vorzeitige Gefäßalterung diagnostiziert. Bei diesen Teilnehmern war der Blutdruck bei der Messung in der Apotheke mehr als 80 Prozent der Fälle erhöht.

Im Rahmen der Studie sei es gut gelungen, eine große Zahl von Menschen für die Teilnahme zu motivieren, indem die Blutdruckmessung mit der Messung des Gefäßalters kombiniert wurde, sagt Dr. Danninger: "Im Anschluss an die Messung erhielten die Teilnehmer eine Auswertung ihrer Ergebnisse. Jenen, bei denen eine vorzeitige Gefäßalterung diagnostiziert wurde, wurde empfohlen ihren Hausarzt aufzusuchen. So konnten bereits die Studienteilnehmer direkt von der Teilnahme an der Studie profitieren."

Für die Zukunft stelle die rechtzeitige Diagnose und Behandlung des Bluthochdrucks bei möglichst vielen Menschen eine wichtige Herausforderung dar. "Mit Studien wie unserer können nicht nur die dazu dringend erforderlichen Daten erhoben werden, sondern es kann auch dazu beigetragen werden, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf dieses Gesundheitsproblem zu lenken", so Dr. Danninger.

Bluthochdruck ist derzeit der wichtigste bekannte Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen und führt dadurch jährlich zu mehr als neun Millionen Todesfällen weltweit. Auch in Österreich ist Bluthochdruck ein großes und allgemein unterschätztes Gesundheitsproblem. Obwohl die Gefahren des Bluthochdrucks und die gesundheitlichen Vorteile eines gut kontrollierten Blutdrucks in Studien mehrfach nachgewiesen wurden, sind diese Fakten vielen Menschen nicht bewusst, sagt Dr. Danninger. Der Anteil an Personen mit nicht ausreichend kontrolliertem Blutdruck in Österreich sei weitgehend unbekannt: "Das Ziel der Querschnittsstudie war es daher, ein Screening für Bluthochdruck unter Zuhilfenahme der neuen Konzepte bezüglich arterieller Gefäßsteifigkeit und vorzeitiger Gefäßalterung durchzuführen."

Quelle: ESC Abstract Nr. 87293; Danninger et al,: A screening program for early vascular aging and hypertension in Austria

(Ende)
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