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Fr, 18.11.2016 08:30
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Pilotprojekt zu Mobile Policing im Saarland zeigt deutliches Einsparungspotenzial in der Administration

Pilotprojekt für die Polizeiarbeit
Pilotprojekt für die Polizeiarbeit
[ Fotos ]

Graz (pts010/18.11.2016/08:30) - Das Pilotprojekt "Mobile Verkehrsunfallaufnahme bei der Polizei des Saarlandes" wurde im Rahmen des 10. Nationalen IT-Gipfels der deutschen Bundesregierung in Saarbrücken vorgestellt. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Saarlouis dokumentierten die Daten bei Verkehrsunfällen nicht mehr handschriftlich auf Papier, sondern digital mit dem Formularsystem HybridForms Police auf Tablets und Smartphones. Erste wissenschaftliche Auswertungen zeigen fallabhängig Zeiteinsparungen im zweistelligen Prozentbereich.

Wegweisendes Pilotprojekt für die Digitalisierung von Polizeiarbeit

Die Polizei des Saarlandes nimmt pro Jahr etwa 33.000 Verkehrsunfälle auf. An der Unfallstelle müssen die Daten der Beteiligten erhoben und der Unfallhergang protokolliert werden. Die Einsatzkräfte dokumentieren bisher vor Ort die Daten handschriftlich auf Papier und übertragen dann alles später in der Polizeiinspektion per Hand in das zentrale polizeiliche Informations- und Vorgangsbearbeitungssystem Poladis. Um diese Verwaltungsarbeiten und den damit verbundenen Mehraufwand möglichst zu minimieren, wurden in einem Pilotprojekt zu Mobile Policing die Optimierungspotenziale durch den Einsatz von mobilen digitalen Endgeräten und die Nutzung von Standardtechnologien evaluiert.

Erster Praxiseinsatz von Mobile Policing in Deutschland

Für den Testbetrieb setzte die Polizeiinspektion Saarlouis mobile Tablets (Microsoft Surface 3) und Smartphones (Microsoft Lumia 950 und HP Elite x3) ein. Als Software für die mobile digitale Datenerfassung fiel die Wahl die Formular-Lösung HybridForms Police von icomedias. Das Formular für die Unfallaufnahme wurde auf Basis der bisherigen Papierprotokolle für die digitale Version adaptiert - in enger Zusammenarbeit mit den Polizeibeamten, die damit ihre Erfahrungen aus den Einsätzen und internen Abläufen mit in die Entwicklung des Formulars einbringen konnten. Mitte September 2016 startete dann der Praxistest im polizeilichen Einsatz bei Verkehrsunfällen.

Verkehrsunfallaufnahme vor Ort mit Smartphones und Tablets

Die optimale Anwenderfreundlichkeit steht im Fokus des Testprojekts, um effektives Arbeiten vor Ort zu ermöglichen. Unterstützt wird dies durch die integrierten Funktionen der HybridForms-App, die auf den Tablets und Smartphones für die Datenerfassung installiert ist. Die farbliche Kennzeichnung von Pflichtfeldern, Ausfüllhilfen und hinterlegte Nachschlagelisten erleichtern das Ausfüllen der Formularfelder und reduzieren Fehler. Fotos vom Unfallort können mit Tablet oder Smartphone aufgenommen, farbliche Anmerkungen direkt auf den Bildern eingezeichnet werden. Ebenso sind Freihandzeichnungen mit dem Tablet-Stift und Sprachmemos über das interne Mikrofon der Geräte möglich. Bei Fotos von Personalausweisen kann optional eine OCR-Texterkennung die wichtigsten Daten kopieren, der Polizeibeamte muss diese nicht mehr abtippen. Die Offline-Funktion erlaubt es, auch ohne Internetverbindung unterbrechungsfrei weiterzuarbeiten. Das System ermöglicht zudem authentische handschriftliche Unterschriften mit dem Tablet-Stift, es erfasst und speichert die biometrischen Daten, wie Druckverlauf und Schreibgeschwindigkeit. "Durch die digitale Transformation der bisher papierbasierten Arbeitsabläufe profitieren die Anwender von den innovativen und benutzerfreundlichen Funktionen der mobilen Formular-App. Die Vorteile: Weniger Fehler bei der Dateneingabe, alle erhobenen Daten sind sofort digital verfügbar und auswertbar. Und die Beamten haben mehr Zeit für die Bürger", so Christian Ekhart, Geschäftsführer der icomedias.

Microsoft Continuum Display im Polizeifahrzeug

Und für alle, die mobile Polizeiarbeit schon weiter denken: HybridForms Police arbeitet als Universal-Windows-Plattform perfekt mit Continuum von Microsoft zusammen. Das Smartphone wird damit zu einem persönlichen PC, über einen Adapter kann ein Monitor, eine Maus oder Tastatur angeschlossen werden. Auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken war die neue Mercedes-Benz E-Klasse, ausgestattet als Polizeifahrzeug, zu sehen - mit ersten Ergebnissen des Pilotbetriebs im Saarland. Steckt der Polizeibeamte sein Smartphone mit einem Continuum-Display-Adapter an, erscheinen seine Formulare auf der extra breiten Armaturen-Anzeige. Alle Daten sind ausschließlich auf dem Smartphone gespeichert, damit bleiben nach Verlassen des Fahrzeugs auch keine Datenspuren im Auto zurück. Thomas Lipp, Senior Business Development Manager Public Sector bei Microsoft Deutschland: "Diese Technologie trägt nicht nur dem Datenschutz Rechnung, sondern auch der Investitionssicherheit. Neue Gerätegenerationen von Windows Smart Phone lassen sich zukünftig ebenso einfach an das Fahrzeug anschließen, ohne dieses selbst verändern zu müssen. Das ist gerade bei den unterschiedlichen Innovations- und Entwicklungszyklen zwischen Fahrzeugen und mobilen Geräten wichtig."

Zeiteinsparungen durch mobile digitale Prozesse

Der Proof of Concept (PoC) zu Mobile Policing im Saarland wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres und Sport, dem Landespolizeipräsidium Saarland, der Polizeiinspektion Saarlouis, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Microsoft Deutschland, Avanade/Accenture, dem LDI und dem IT-DLZ Saarland und icomedias durchgeführt. Erste Auswertungen der Potenzialanalyse zu konkreten Einsparungen und Analysen zur Benutzerakzeptanz durch das DFKI zeigen fallabhängig Zeiteinsparungen im zweistelligen Prozentbereich. Professor Dr. Peter Loos, Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI und Universität des Saarlandes, über die Ergebnisse der Analysen: "Der Einsatz mobiler Endgeräte bei der Unfallaufnahme erleichtert nicht nur die Datenerfassung vor Ort, sondern ermöglicht auch eine stärkere Integration des gesamten Verwaltungsprozesses. Mit diesem Digitalisierungsschritt kann der aktuelle Prozessaufwand deutlich reduziert werden." Die gewonnene Zeit können die Polizeibeamten dann effektiv für andere Tätigkeiten nutzen, wie Streifendienste für eine stärkere Präsenz - und für ein Mehr an Sicherheit.

(Ende)

Aussender: icomedias
Ansprechpartner: DI Christian Ekhart
Tel.: +43 (316) 721 671-0
E-Mail:
Website: www.icomedias.com
icomedias
   
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