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pte20161020004 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Höchststand: Antisemitismus auf Twitter eskaliert

Rund 2,6 Mio. Hass-Postings - US-Wahlkampf als Hauptantriebsmotor


Donald Trump: Wahlkampfrhetorik schürt Hass (Foto: flickr.com/Ninian Reid)
Donald Trump: Wahlkampfrhetorik schürt Hass (Foto: flickr.com/Ninian Reid)

New York (pte004/20.10.2016/06:05) - Antisemitische Hass-Postings gegenüber Journalisten haben auf Twitter ein neues Hoch erreicht. Laut einem Bericht der Anti-Defamation League (ADL) http://adl.org wurden zwischen August 2015 und Juli 2016 rund 2,6 Mio. entsprechende Meldungen auf dem Mikro-Blogging-Portal veröffentlicht, die geschätzte zehn Mrd. Mal weitergeteilt wurden. Als Antriebsmotor für die große Zahl antisemitischer Übergriffe wird dabei die einschlägige Rhetorik während des laufenden US-Präsidentschaftswahlkampfes ausgemacht.

"Sorgen um Meinungsfreiheit"

"Die enormen Zuwächse an antisemitischen Hassmeldungen, die wir im Zuge des laufenden Präsidentschaftswahlkampfes im Internet gesehen haben, ist zutiefst beunruhigend und schlimmer als alles, was wir bisher in dieser Hinsicht in der modernen Politik erlebt haben", bringt Jonathan Greenblatt, CEO der ADL, die Analyseergebnisse auf den Punkt. "Noch vor rund einem halben Jahrhundert hat der Ku-Klux-Klan Kreuze verbrannt. Heute entfachen die Extremisten ihr Feuer auf Twitter", ergänzt der Experte. Die ADL sei im Juni 2016 als Task Force gegründet worden, um eine Antwort auf diese anhaltende negative Entwicklung zu finden.

"Wir machen uns Sorgen, dass das Ausmaß dieses Hasses im Web die Meinungsfreiheit beschneiden und Journalisten die Möglichkeiten nehmen könnte, ihre Arbeit zu erledigen", betont Greenblatt. Die ADL habe die Hoffnung, dass dieser Bericht die Bemühungen, dem Hass im Social-Media-Bereich entgegenzutreten, vorantreiben kann. "Wir freuen uns schon darauf, mit Twitter und anderen Online-Plattformen zusammenzuarbeiten, um gemeinsam gegen derartige Übergriffe im Netz vorzugehen", so der ADL-Chef.

Trump-Anhänger und Konservative

Bei ihrer Analyse hat sich die ADL eigenen Angaben zufolge vor allem auf 50.000 ausgewählte US-amerikanische Journalisten konzentriert. Diese haben von den insgesamt registrierten 2,6 Mio. antisemitischen Tweets immerhin 19.253 abbekommen. Interessant ist, dass gut zwei Drittel dieser Hassmeldungen von lediglich rund 1.600 Twitter-Konten abgegeben worden sind. "Bei diesen Aggressoren ist die Wahrscheinlichkeit überproportional hoch, ein Anhänger von Donald Trump, des konservativen Flügels oder des äußeren rechten politischen Spektrums, einer losen Gruppierung von Extremisten und einigen weißen Rassisten, zu sein", heißt es.

(Ende)
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