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pte20120829017 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Kim Dotcom startet Facebook-Alternative "Mega"

Medieninsider Jaritz: "Erfolg des Netzwerks fraglich, da Markt gesättigt"


Kim Dotcom: plant Projekt
Kim Dotcom: plant Projekt "Mega" (Foto: wikipedia.org/Andreas Bohnenstengel)

Coatesville /Götzens (pte017/29.08.2012/11:45) - Der kontroverse Megaupload-Gründer Kim Dotcom, gegen den die USA wegen Urheberrechtsverstößen ermitteln, hat auf Twitter angekündigt, dass er ein neues globales Netzwerk starten und damit die Welt verändern will. Jetzt ruft er Softwareentwickler dazu auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, um Zugang zum neuen Internet-Dienst zu bekommen. Der Name der neuen Facebook-Alternative lautet "Mega".

Kostenlose Datenverschlüsselung

Der deutsche Internet-Millionär schreibt auf Twitter, dass Mega eine Verschlüsselung aller Datentransfers seiner Nutzer ermöglichen und kostenlos zur Verfügung stehen wird. "Sie haben den falschen Kerl missbraucht. Ich werde die Welt auf den Kopf stellen", schreibt Dotcom auf seinem Twitter-Account http://twitter.com/KimDotcom .

"Es ist sehr schwierig große soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter aufzubauen. Nicht einmal der Software-Riese Google hat es trotz seiner finanziellen Möglichkeiten geschafft, sich zu etablieren. Der Markt ist gesättigt und deswegen bin ich sehr skeptisch, ob dieses Netzwerk ein Erfolg wird", sagt Medienexperte Günter Jaritz http://social-media-consulting.at gegenüber pressetext.

E-Mail, Fax und Video-Applikationen

Laut Dotcom wird das neue Netzwerk E-Mail, Fax und Video-Applikationen anbieten. Jaritz, Spezialist für systemische Online-Kommunikation, glaubt, dass Dotcom den medialen Vorteil ausnutzen und in der Anfangsphase viele Nutzer anziehen könnte. "Die sozialen Netzwerke werden sich gegenseitig die Mitglieder wegnehmen. Der Hype ist vorbei, das sieht man an den Rückgängen bei Facebook. Der Markt wird sich jetzt bereinigen und für weitere Mitbewerber in diesem Segment wird es sehr schwierig", so Jaritz.

Es ist zu erwarten, dass auf dem neuen Netzwerk die Themen Datenschutz und freie Meinungsäußerung eine große Rolle spielen werden. Dotcom hat sich seit seiner Verhaftung in Neuseeland mehrmals gegen die Repressionen seitens der Sicherheitsbehörden und den politischen Einfluss der USA geäußert. Der Internet-Pirat hat auf YouTube ein Musikvideo http://bit.ly/NYARwj veröffentlicht, in dem er den amerikanischen Präsidenten Barack Obama scharf kritisiert.

(Ende)
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