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pte20120829003 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Internet kann Politikverdrossenheit nicht stoppen

Symbolische Politik trifft laut Studie im Web auf wenig Gegenliebe


Motivforschung: symbolische Anteilnahme im Internet (Foto: hsu-hh.de)
Motivforschung: symbolische Anteilnahme im Internet (Foto: hsu-hh.de)

Hamburg (pte003/29.08.2012/06:05) - Soziale Medien haben keinen großen Einfluss auf die Politik. Zu diesem Ergebnis kommen Politikwissenschaftler der Helmut-Schmidt-Universität http://hsu-hh.de in Hamburg, die der Frage nachgegangen sind, warum sich junge Erwachsene im Internet politisch beteiligen. Damit widerlegen sie die Annahme, dass sich das politische Leben der "Generation Facebook" ins Web verlagert hat.

Internet keine Kompensation

Politische Mitwirkung hat mit dem Siegeszug von sozialen Medien eine neue Bedeutung bekommen. Junge Erwachsene, die mit dem Internet aufgewachsen sind, suchen neue Wege, um sich politisch auszudrücken. Die oft zitierte Politikverdrossenheit und die sinkende Wahlbeteiligung werden der Studie zufolge nicht durch Aktivitäten im Netz kompensiert.

"Das Verhalten von Jugendlichen auf Facebook und Twitter spiegelt die symbolische Politik der Gegenwart wider. Wenn Politiker ihre Wähler nicht ernst nehmen, dann nehmen letztere am politischen Prozess auch nur symbolisch teil", sagt Claudia Ritzi, Mitglied des Forschungsteams, im pressetext-Interview.

Die Politikwissenschaftler untersuchten auch die politischen Motivationen von Nutzern sozialer Netzwerke. Vor allem in den USA wird momentan sehr viel Geld in den Online-Wahlkampf investiert und die mediale Berichterstattung lässt darauf schließen, dass Politik auf Twitter eine sehr wichtige Rolle spielt. "In den USA werden soziale Medien im Wahlkampf grundsätzlich häufiger eingesetzt, außerdem ist das Angebot viel größer als in Deutschland. Trotzdem bleibt die Frage, ob Politik in sozialen Medien ernst genommen wird", so Rizi.

Wahlen wichtigstes Beteiligungsmotiv

Laut Studie glauben die jungen Erwachsenen nicht daran, dass sie durch ihre Beteiligung auf die Politik Einfluss nehmen können. "Wenn man offline partizipiert, hat man in der Regel das Ziel etwas mitzuentscheiden und zu verändern. Im Internet geht es nur um die symbolische Anteilnahme." Dabei zeigt sich, so die Forscherin, dass politische Aktivität außerhalb des Internets maßgeblich durch den Wunsch begründet wird, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Dies gilt insbesondere für die Teilnahme an Wahlen und Volksentscheiden, wo über 90 Prozent der Befragten diese Absicht als wichtigstes Beteiligungsmotiv angeben.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass auch junge Erwachsene ihre Informationen über die dominierenden Medien-Portale beziehen. "Der große Unterschied ist, dass Informationen im Internet viel individualisierter sind", verdeutlicht Rizi abschließend.

(Ende)
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