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pte20120229024 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Bessere CT-Bilder bei weniger Strahlung möglich

Radiologen präsentieren schonendere Untersuchungsmethode


Radiologen: Weniger Strahlen dank CT-Neuheit (Foto: fotodienst.at/Rauchenberger)
Radiologen: Weniger Strahlen dank CT-Neuheit (Foto: fotodienst.at/Rauchenberger)

Wien (pte024/29.02.2012/13:10) - Neue Methoden der Computertomografie erlauben es, genauere Bilder bei deutlich weniger Strahlenbelastung für den Patienten anzufertigen. Das haben am heutigen Mittwoch Radiologen bei einer Pressekonferenz in Wien berichtet, anlässlich der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Radiologie ESR http://myesr.org . Anders als herkömmliche Röntgenbilder, stellen CT-Untersuchungen den Körper in vielen Bildern von einzelnen Schichten dar. Diese Darstellungsform bringt viele medizinische Vorteile, ist jedoch auch mit einer erhöhten Strahlendosis verbunden.

Weltweiter Untersuchungsboom

Von ihren Anfängen 1975 bis heute hat sich die CT-Untersuchung drastisch gewandelt: Statt anfangs mehreren Minuten für ein Schnittbild reichen nun dank Volumenscan Abtastzeiten von wenigen Millisekunden, wodurch sich in Sekunden größere Körperregionen darstellen lassen. Auch der Anstieg der Bildqualität, der das Rauschen zunehmend unterdrückt, sowie die Reduktion der Strahlung durch technische Fortschritte trugen zur Ausweitung der Indikationen für eine CT-Diagnose bei. Die Anwendung der Methode boomte - in den USA von 1980 bis 2005 von drei auf 60 Mio. jährliche CT-Untersuchungen, während Deutschland 2009 bei 4,9 Mio. hielt.

Diese Entwicklung ließ jedoch auch die Strahlenbelastung durch Untersuchungen steigen. Zwar betont der Innsbrucker Radiologe Werner Jaschke, dass das Strahlenrisiko bei medizinischer Bildgebung schon heute auf akzeptabel geringem Wert liegt und angesichts der Vorteile in Kauf zu nehmen ist. Zudem darf weltweit nur bei rechtfertigender Indikation und niedrigstmöglicher Strahlendosis untersucht werden. Dennoch lassen sich laut einer Lancet-Studie aus dem Jahr 2004 theoretisch 1,4 Prozent der deutschen Krebsfälle auf Röntgenstrahlen zurückführen. Anstrengungen zur Verringerung der Strahlenbelastung laufen deshalb auf Hochtouren.

Weniger Rauschen und Strahlung

Als jüngste Fortentwicklung bei der Diagnose stellen die Experten eine Ultra-Niedrig-Dosis-CT vor, die durch genauere Berechnung der Messwerte - bezeichnet als "iterative Rekonstruktion" bzw. "VEO" - die Auflösung gegenüber der klassischen Rückprojektion (FBP) bessert und zugleich die Strahlenbelastung reduziert. Als weltweit Erster wendet der belgische Radiologe Johan de Mey die Methode seit März 2011 an der Universitätsklinik Brüssel an, die Klinik Innsbruck folgte im November. "Bildete früher der Wert von 0,5 Millisievert die Untergrenze für CT-Bildern, kommt man nun im besten Fall bereits mit einem Fünftel dieser Strahlenmenge aus", berichtet de Mey.

Die neue CT kommt bisher besonders Kindern und Jugendlichen zugute, die etwa aufgrund einer zystischen Fibrose eine regelmäßige Röntgenuntersuchung brauchen. Zudem eröffnen sich künftig neue Einsatzbereiche wie etwa die Lagerung von Unfallchirurgie-Patienten auf multifunktionalen Bühnen, die zugleich CT-Liegen als auch OP-Tische sind, was die Eingriffszeit minimiert und die Überlebensrate erhöht. Dennoch mahnt der Wiener Radiologe Franz Kainberger zu Vorsicht. "Unkritischer Einsatz lässt die Strahlendosis weiter steigen. Wichtig ist deshalb, die Wahl, Durchführung und Interpretation der Diagnose möglichst personalisiert auf den einzelnen Patienten abzustimmen."

Kritischer Einsatz weiter wichtig

Die CT-Diagnostik wird in der Onkologie und Traumatologie weiter zunehmen, da sie hier die Überlebenszeit der Patienten deutlich steigern kann, so Kainbergers Prognose auf pressetext-Anfrage. "Gleichzeitig gibt es jedoch auch Gegentrends: Einerseits erkennt man je nach Anwendung die Vorteile von Alternativen wie Ultraschall oder Magnetresonanz, andererseits sind nach Krebstherapien immer längere Kontrollintervalle möglich. Insgesamt wäre es wichtig, mehr auf die diagnostische Aussagekraft der Bilder statt nur auf Rauschfreiheit und hohe Kontraste zu achten", fordert der Experte.

Fotos der Veranstaltung zum Download unter http://fotodienst.pressetext.com/album/2922

(Ende)
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Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
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