pte20090410019 in Business

Nissan und Renault elektrifizieren chinesischen Automarkt

Auslieferung erster Fahrzeuge für 2011 geplant


Tokio/Peking/Portland (pte019/10.04.2009/13:55) Der japanische Automobilkonzern Nissan und Frankreichs führender Autobauer Renault werden den chinesischen Automarkt ab 2011 gemeinsam mit Elektroautos versorgen. Die europäisch-asiatische Allianz hat heute bekannt gegeben, der chinesischen Regierung ein umfassendes Marketing- und Infrastrukturentwicklungskonzept vorlegen zu wollen. China hat die Vereinigten Staaten im Januar 2009 als weltgrößten Automarkt abgelöst. Elektroautomobile etablieren sich indes als Zukunftssparte der krisengeschüttelten Kraftfahrzeugindustrie. Weltweit beabsichtigen Hersteller wie Mitsubishi, die Produktion umweltfreundlicher Modelle anzukurbeln (pressetext berichtete: https://www.pressetext.at/news/090403013/ ).

Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie in Peking hat angesichts der rasanten Motorisierung des Landes ein Pilotprogramm zur Förderung sauberer Antriebstechnologien gestartet. Der öffentliche Verkehr in 13 chinesischen Großstädten soll mit umweltfreundlichen Fahrzeugen ausgestattet werden. Die Regierungsbehörde und die japanisch-französischen Partner unterzeichneten eine Absichtserklärung. Darin wurde die am Jangtsekiang gelegene Millionenstadt Wuhan zum Testgebiet erkoren. Von Seiten der Autobauer wurden jedoch keine weiteren finanziellen und technischen Details der Zusammenarbeit bekannt gegeben.

Mit BYD, ein Tochterunternehmen des Akkubatterienerzeugers BYD Company Ltd., und Chery Automobile http://www.cheryglobal.com treten auch ambitionierte Mitkonkurrenten aus China in den Markt ein. Bis 2011 sollen jährlich 500.000 Elektroautos vom Band laufen. Nissan verkauft mit 570.000 konventionellen Fahrzeugen pro Jahr bereits jetzt 15 Prozent seiner weltweiten Produktion in China. Die Allianz zwischen Nissan und Renault besteht mittlerweile seit zehn Jahren. "Die enge Kooperation stützt Renault und Nissan nicht nur während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern wird die Partner gestärkt aus der Krise hervorgehen lassen", gibt sich Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender von Renault, zuversichtlich. Der Impetus aus Fernost lässt weltweit weitere Riskokapitalunternehmungen folgen.

In den Vereinigten Staaten versucht sich das Startup-Unternehmen Fisker http://karma.fiskerautomotive.com/ im hochpreisigen Segment umweltfreundlicher Sportwagen zu behaupten. Nissan beabsichtigt, in den USA schon 2010 ein neues Elektroauto zu lancieren. Mit dem Chevrolet Volt wird die Entwicklung auch vom gebeutelten Giganten General Motors (GM) in Richtung umweltfreundlicher Antriebe vorangetrieben. Anbieter wie Detroit Electric und Tesla Motors arbeiten ebenfalls an der Serienreife neuer Modelle. Der Bundesstaat Oregon scheint sich dabei zum nordamerikanischen Zentrum der Zukunftsbranche zu mausern. Nissan stellte in Portland mit dem Denki Cube ein Konzeptauto vor. Oregon gilt zudem als möglicher Standort für die erste Produktionsfabrik des norwegischen Autobauers Think http://www.think.no/ in Nordamerika. Der amerikanische Nordwesten wird auch von asiatischen Erzeugern wie BYD als Testmarkt ins Auge gefasst.

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