pte20081201001 in Business

Deutsche sparen beim Auto - Chinesen beim Junkfood

Auswirkungen der Wirtschaftskrise kulturbedingt verschieden


Berlin (pte001/01.12.2008/06:00) Wie sich die Wirtschaftskrise letztlich auf das Konsumverhalten auswirkt, ist stark davon abhängig, in welchem Land die Konsumenten leben. Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass in verschiedenen Kulturen an verschiedenen Enden gespart wird. Die generelle Bereitschaft, sich einzuschränken, besteht jedenfalls. "Über die Hälfte der Verbraucher wollen wegen der Krise weniger Geld ausgeben", sagt Holger Odenstein, Geschäftsführer und Konsumgüterexperte bei der BCG gegenüber der Zeitung "Die Welt". Europäische Konsumenten werden also in Zukunft laut der Einschätzung mehr Zeit für Preisvergleiche aufwenden und verstärkt Sonderangebote nutzen.

Generell kann man sagen, dass Europäer gerne günstig einkaufen und Schnäppchen jagen, während für die Konsumenten in Schwellenländern das Prestige der Produkte im Vordergrund steht. "Dort sind die Konsumenten, die es sich leisten können, viel stärker auf Marken fixiert als in Europa", meint Odenstein. Auch das Sparverhalten ist unterschiedlich. Deutsche setzen den Sparstift als erstes bei der Autoversicherung und bei Internetprovidern an, während Chinesen am ehesten auf Junkfood und Restaurantbesuche verzichten würden. In Europa werden laut BCG nicht nur teure Supermärkte und Autohersteller, sondern auch Anbieter von Reisen und Freizeitaktivitäten bald das vorsichtige Verhalten der Konsumenten zu spüren bekommen.

Kaum einschränken wollen sich die Deutschen laut BCG bei frischem Obst und Gemüse, für das sie, wie auch die Franzosen und Italiener, gerne Geld ausgeben. Und obwohl es den Deutschen auch sehr wichtig ist, auf Urlaub fahren zu können, erwartet BCG einen Einbruch in dieser Sparte. Urlaub ist auch den Konsumenten in den USA sehr wichtig. Ganz oben auf Liste der Produkte, für die Konsumenten mehr ausgeben würden, steht in den USA jedoch der Computer. In China wollen die Konsumenten möglichst nicht bei ihren Mobiltelefonen und PCs zu sparen anfangen. Das gilt auch für Haarpflegemittel und Körperpflegeprodukte, für die Chinesen nur ungern weniger ausgeben.

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