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pte20080704037 Handel/Dienstleistungen, Medien/Kommunikation

Online-Spenden im Aufwärtstrend

Erlagschein dominiert bei langfristiger Unterstützung


Nürnberg/Wien (pte037/04.07.2008/13:55) - Trotz der zunehmenden Internet-Verbreitung in der Generation 50plus und dem Trend zum Fundraising via Internet laufen Spendenflüsse weiterhin konventionell - in bar oder per Überweisung. "Online-Spenden sind noch ein Nischenphänomen. Nach unseren Schätzungen beläuft sich der Anteil der Online-Spenden am gesamten Spendenaufkommen in der DACH-Region auf rund ein Prozent", erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria (FVA) http://www.fundraising.at , im pressetext-Gespräch. Allerdings ließe sich dank hoher Medienpräsenz vor allem im Fall von Katastrophen ein sprunghaftes Ansteigen der Spendenbereitschaft im Internet verbuchen.

Eben jenes Phänomen registrieren auch große Hilfsorganisationen mit eigenem Online-Spenden-Portal wie das Österreichische Rote Kreuz http://www.roteskreuz.at . "Das Online-Portal wird insbesondere bei Auftreten von Großereignissen wie der Tsunami-Katastrophe frequentiert. Langfristige Projekte werden aber vorrangig per Erlagschein unterstützt", meint Thomas Marecek, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes, auf Anfrage von pressetext. Insgesamt sei in punkto Bereitschaft zur Internet-Spende aber ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen - wenn auch von niedrigem Niveau aus. "Es gibt zweifelsohne einen allgemeinen Aufwärtstrend beim Spendenaufkommen im Internet. Mit der rasanten Verbreitung des Online-Bankings hat das Online-Spenden aber nicht Schritt gehalten", bestätigt auch Gerhard Bittner, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Spendenwesen (ÖIS) http://www.spenden.at .

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen Deutschland http://www.aerzte-ohne-grenzen.de , deren Online-Spenden-Plattform Internetusern seit knapp zehn Jahren zur Verfügung steht, beobachtet vor allem seit Beginn dieses Jahres ein Anwachsen des Spendenvolumens im Internet. "Der Anteil am Gesamtspendenaufkommen dürfte aber auch bei uns lediglich zwischen zwei und fünf Prozent betragen", schätzt Arne Kasten, Leiter der Fundraising-Abteilung bei Ärzte ohne Grenzen, gegenüber pressetext. "Ich denke, die Online-Spenden werden in den kommenden Jahren zunehmen, die Banküberweisung aber nicht ersetzen", so Kastens These. Der erwartete Aufwind sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die jungen Internetuser zunehmend erwachsen und berufstätig werden und sich dadurch mehr leisten können - auch im Spendenbereich.

Weil derzeit vor allem ältere Menschen bereit sind, Hilfsorganisationen kontinuierlich finanziell zu unterstützen, dominiert im Spendenbereich immer noch der Erlagschein. "Das Internet dient derweil vorrangig der Informationsweitergabe", meint FVA-Chef Lutschinger. Die jungen Spendenmuffel unterstützen Hilfsaktionen eher mittels E-Mail-Versand oder bei Unterschriftensammlungen. Laut Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) http://www.gfk.com sind gut zwei Drittel der Spender älter als 50 Jahre.

Die aus den USA stammenden sogenannten "Charity-Malls", Portale, bei denen die Werbeprämien für Online-Shopper abgeschöpft werden, haben laut Lutschinger durchaus Potenzial, junge Leute zum Spenden zu animieren. "Die Frage ist nur, wie diese Portale eine größere Zahl an teilnehmenden Usern generieren können", gibt der Spenden-Experte zu bedenken. Dazu müsste eine Reihe von Promotion-Aktionen durchgeführt werden, so Lutschinger.

Gemeinsam mit der neuen Spendenplattform sei-sozial.net http://www.sei-sozial.net hat die Nachrichtenagentur pressetext eine Sommerumfrage http://www.pressetext.de/sei-sozial-umfrage gestartet, um den Zugang der Internet-User zum Thema Spenden und Werbeprämien zu erkunden.

Im Jahr 2007 haben die Deutschen insgesamt 2,08 Mrd. Euro gespendet und damit um 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es bei der GfK auf Anfrage von pressetext. Die GfK zählt dabei Spenden privater Einzelpersonen über zehn Jahren und schließt Unternehmensspenden sowie Erbschaften aus ihrer Statistik aus. In Österreich konnten im Jahr 2006 rund 410 Mio. Euro an Spenden verbucht werden, wie aus dem aktuellen Spendenbericht des Österreichisches Instituts für Spendenwesen hervorgeht. Demnach haben sich mehr als 80 Prozent der Österreicher an Spendenaktionen beteiligt. In der Schweiz sammelten die Hilfsorganisationen in diesem Zeitraum rund 300 Mio. Euro ein.

(Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
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