Leben

HIGHTECH

12.11.2018 - 18:00 | FIS Informationssysteme und Consulting GmbH
12.11.2018 - 12:33 | pressetext.redaktion
12.11.2018 - 12:30 | AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.

BUSINESS

12.11.2018 - 13:30 | pressetext.redaktion
12.11.2018 - 13:30 | Von Veldenstein Group Ltd.
12.11.2018 - 12:35 | TPA Steuerberatung GmbH

MEDIEN

12.11.2018 - 11:30 | pressetext.redaktion
12.11.2018 - 06:15 | pressetext.redaktion
11.11.2018 - 18:00 | der Kunstraum

LEBEN

12.11.2018 - 19:40 | Bolch & Wiltner OG
12.11.2018 - 18:05 | Bolch & Wiltner OG
12.11.2018 - 16:55 | Hennrich.PR
pte20061114001 Umwelt/Energie, Tourismus/Reisen

Sansibar will Plastiktüten verbannen

Meeresökologe: Jeder soll beim Meeresschutz mitmachen

www.zanzibar.net
www.zanzibar.net

London/Wien (pte001/14.11.2006/06:05) - Plastikmüll, der an den Stränden liegt und der die perfekte Unterwasserwelt in eine Mülldeponie verwandelt - das wünscht sich kein Tourist in seinem Urlaubsziel. Um dem Plastik den Garaus zu machen, hat nun auch die Lokalregierung der ostafrikanischen Insel Sansibar http://www.zanzibar.net reagiert: Da Tourismus auf der halbautonomen zu Tansania gehörenden Insel zur Haupteinnahmequelle gehört, wurde ein Gesetz verabschiedet, das Plastiktüten ganz einfach verbietet, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk .

Die Strafen für Plastiksäcke soll drastisch ausfallen, kündigt der staatliche Umweltbeauftragte Ali Juma an: "Bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von 2.000 Dollar oder sogar beide Strafen zusammen." Schon im Vorfeld hatten Reisende davon berichtet, dass sich in den Straßen der Hauptstadt Stonetown Berge von Müll türmen. Nur ein Drittel des insgesamt anfallenden Abfalls kann von den Behörden effektiv entfernt werden, berichtet BBC-Online. "Wir müssen die Umwelt jetzt über alle anderen Bereiche stellen", fordert Juma. Schließlich sei der Abfall nicht nur ein störender Anblick, sondern er zerstört das fragile Ökosystem im Meer. Juma ist sich der Umweltgefahren durch die wachsende Entwicklung seiner Heimat durchaus bewusst.

"Eine großartige Idee", so Michael Stachowitsch, Meeresökologe an der Universität Wien http://www.univie.ac.at/marine-biology über dieses Vorhaben. Der Kampf um Plastikabfall in den Ozeanen müsse ohnehin auf mehreren Fronten geführt werden. Wie gefährlich diese Abfälle sind, hat der Forscher anhand zahlreicher Beispiele selbst dokumentiert. "Schildkröten halten die Plastiktüten für Quallen und verenden dann qualvoll." Doch das ist nicht alles. Der Plastikmüll verfängt sich in Korallen und zerstört diese. "Auch das Ausgangsprodukt der Plastikherstellung, so genannte Pellets, findet man heute auf jedem Strand der Welt." Plastik sei das Schlimmste, was man dem Meer antun kann. "Das gilt speziell auch für Zigarettenkippen, die aus Kunststoff sind und zu den schlimmsten Abfällen gehören", meint der Forscher gegenüber pressetext. "Plastikmüll und Zigarettenkippen sind die einzige Art der Meeresverschmutzung, gegen die jeder Mensch etwas unternehmen kann", fordert Stachowitsch. Selbst die entlegensten Regionen rund um das Rote Meer sind von Plastikmüll übersät.

Als Alternative zu den Plastikverpackungen rät Juma zur Verwendung von Raffia-Bast. Derzeit werden monatlich mehr als 200 Tonnen Plastiksäcke nach Sansibar importiert. Auf volle Gegenliebe bei Unternehmern stößt Juma allerdings nicht, denn manche Geschäftsleute kritisieren den Plan. Indes meldet BBC auch, dass das ostafrikanische Land Ruanda Plastikverpackungen aufgrund von Umweltüberlegungen verboten hat. Anfang des Jahres hat auch der Südseestaat Palau die Verwendung von Plastiktüten untersagt (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=060207002 ).

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-811 40-307
E-Mail: weitlaner@pressetext.com
Website:
|
|
98.225 Abonnenten
|
167.308 Meldungen
|
66.141 Pressefotos
Top