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pte20051004044 Technologie/Digitalisierung

Handy-Virus löscht Dateien und sperrt internen Speicher

Nach Infektion mit Cardblocker.A kannten Handys eingestellte Sprachen nicht mehr


Untrügliches Anzeichen für die Infektion mit Cardblocker.A
Untrügliches Anzeichen für die Infektion mit Cardblocker.A

Helsinki (pte044/04.10.2005/16:50) - Das finnische Security-Unternehmen F-Secure http://www.f-secure.com meldet einen Handy-Virus mit Schadfunktion. Cardblock.A ist ein klassischer Virus, der vom User selbst aktiviert wird und die MMC-Karte unbrauchbar macht. Er tarnt sich als gecrackte Version des kostenpflichtigen Tools InstantSis, einer Software, die zur Übertragung von installierten Spielen auf andere Smartphones dient.

Der Schädling befällt Handys mit Symbian-Betriebssystem. Ist Cardblocker.A losgelassen, so beginnt er damit, die im Handy eingebaute Speicherkarte teilweise zu löschen und sperrt den Zugriff mit einem zufällig generiertem Passwort. Nach Angaben von F-Secure ist Cardblock.A in der Lage die Mail-Verzeichnisse und sensible Daten des Betriebssystems anzugreifen. Das Handy kannte anschließend die vom Nutzer eingestellte Sprache nicht mehr.

Wie F-Secure berichtet, sind die Modelle mit Symbian OS 7.0 oder älter, wie die Nokia-Handys 6670 oder 6660, nach einem Neustart wieder fit. Lediglich die Daten auf der Speicherkarte gingen verloren. Härter treffe es Modelle mit Symbian OS 8.1. Das Nokia 6630 lasse sich nach der Infektion gar nicht mehr starten, berichtet F-Secure.

Über die Verbreitung von Cardblocker.A wurde nichts bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass er sich nicht so schnell ausbreiteten würde. Aufgrund der Tatsache, dass sich derartige Viren nicht selbst verbreiten können und sie vom Handybenutzer selbst installiert werden müssen, ist die Gefahr als gering einzustufen (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051001001 ).

(Ende)
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