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pte19980410013 Unternehmen/Wirtschaft, Technologie/Digitalisierung

TopWare zieht gegen Österreich-Tochter vor Gericht

Vertrieb der CD-Rom nur mehr über österreichische Web-Seite möglich


Frankfurt (pte) (pte013/10.04.1998/12:43) - Der Rechtsanwalt des Mannheimer Softwareverlags TopWare http://www.topware.de, Joachim Steinhöfel http://www.steinhoefel.de, kämpft seit kurzem gerichtlich gegen die früheren strategischen Entscheidungen seines Unternehmens. Kurz die verwirrende Geschichte rund um TopWare: Bereits vor Jahren hatte sein Unternehmen eine österreichische Tochtergesellschaft gegründet, weil in Deutschland der Vertrieb der Topware-CD D-Info untersagt worden war. Dem österreichischen Unternehmen konnten die deutschen Gerichte nichts anhaben und TopWare Deutschland konnte durch diesen Trick weiterhin ungestört den eigenen Geschäften nachgehen.

Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet und die ehemaligen Partner, TopWare Deutschland und TopWare Austria, haben sich verfeindet. Der ehemalige TopWare-Aufsichtsrat Boris Polenske hat die Tochtergesellschaft umstrukturiert und ihr den neuen Namen KlickSoft gegeben. Nun kann TopWare die CD-Rom D-Info nicht mehr über den österreichischen Umweg vermarkten. TopWare hat nun aber erwirkt, daß KlickSoft nicht mehr den Markennamen D-Info verwenden darf. Daher wurde die CD-Rom von den Österreichern kurzerhand in KlickTel umbenannt. Unter diesem Namen wurde für die ehemalige D-Info sowohl unter einer deutschen http://www.klicktel.de, als auch unter einer österreichischen Adresse http://www.klicktel.at geworben.

Es ist wohl müßig zu erwähnen, daß der TopWare-Anwalt Steinhöfel diese Praxis nicht dulden konnte und in mehreren Anläufen dagegen intervenierte. Aber erst im März 98 hatte er Glück. Die Richter des Landgerichts Mannheim erließen eine Einstweilige Verfügung, wonach die Online-Vermarktung der CD-Rom unzulässig ist. Als Folge wurde der Betrieb der deutschen KlickTel-Site eingestellt. Die österreichische Site bleibt aber weiter voll aktiv. Noch immer kann man auf diesem Angebot die Daten der CD-Rom abrufen. Und noch immer kann die CD-Rom bei KlickSoft bestellt werden.

Wie skurril die ganze Angelegenheit ist zeigt sich erst, wenn man durch ein Traceroute die Wege zu den beiden Adressen verfolgt. Beide Domains, die deutsche und die österreichische, werden auf dem gleichen Rechner gehostet. Die "illegale" Ware wird also vermutlich weiterhin von der gleichen Festplatte geliefert wie bisher. Nur zwei Buchstaben machen den Unterschied. (Internet intern)

(Ende)
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