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pte20100112004 Unternehmen/Wirtschaft, Umwelt/Energie

Solarmodule: Kein Ende des Preisverfalls

Hersteller 2010 weiter unter Druck - Konsolidierung erwartet


Preise von Solarmodulen fallen 2010 weiter (Foto: aboutpixel.de, Uwe Dreßler)
Preise von Solarmodulen fallen 2010 weiter (Foto: aboutpixel.de, Uwe Dreßler)

Seelow (pte004/12.01.2010/06:10) - In der Solarbranche ist nach dem Krisenjahr 2009 vorerst kein Ende der Turbulenzen in Sicht. Obwohl auf dem Weltmarkt 2010 mit einem deutlichen Wachstum zu rechnen ist und sich wieder mehr Optimismus breit macht (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091119004/), geraten die Hersteller weiter unter Druck. Grund dafür sind die nach wie vor fallenden Preise für Solarmodule, die die Margen der Unternehmen schrumpfen lassen.

Preise um 40 Prozent gefallen

"Der Preisverfall ist nicht gestoppt", betont Michael Ziegler, Geschäftsführer des Solar-Marktforschers Meine Solar http://www.meine-solar.de , im Gespräch mit pressetext. Von der Entwicklung profitieren zwar die Verbraucher in Form billigerer Angebote. So ist der Preis für schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen 2009 im Durchschnitt um 20 Prozent gesunken, wie Meine Solar aufzeigt. Bei den Herstellern ist in diesem Jahr jedoch mit einer stärkeren Branchenkonsolidierung zu rechnen. "Diese wird sich ab dem dritten Quartal bemerkbar machen", meint Ziegler.

Schon im Vorjahr sind die Modulpreise um rund 40 Prozent gefallen. Die geplante Kürzung der Einspeisevergütung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/091013021/), die voraussichtlich im Juni gesenkt werden soll, werde die Preise zusätzlich drücken. Unter Bezugnahme der Degression der Vergütung dürften Solaranlagen ab Juli um neun bis elf Prozent weniger kosten als 2009, erläutert Ziegler gegenüber pressetext.

China-Konkurrenz setzt deutschen Herstellern zu

Der Preissturz von Solarmodulen wurde Meine Solar zufolge im Vorjahr durch einen Mix aus Rezession, steigenden Überkapazitäten, Finanzkrise, dem Einbruch des spanischen Marktes und der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ausgelöst. Den deutschen Herstellern setzt darüber hinaus die wachsende Konkurrenz vor allem aus China zu, die angesichts geringerer Produktionskosten vergleichsweise niedrige Preise anbieten kann. Der Großteil der installierten Module stammt mit knapp 59 Prozent zwar aus deutscher Produktion. Beinahe 36 Prozent kommen jedoch bereits aus Fernost. Der Rest stamme aus anderen Ländern wie den USA.

2008 lag der Durchschnittspreis für eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage nach Angaben von Meine Solar noch bei 4.300 Euro pro Kilowatt-peak (kWp). Im Vorjahr sind die Kosten dafür auf 3.450 Euro je kWp gefallen. Aufgrund des prognostizierten Preisverfalls dürften die Kosten für Solaranlagen 2010 auf 3.000 bis 3.150 Euro pro kWp weiter sinken.

(Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
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