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pte20080926021 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Herzschrittmacher wird 50 Jahre alt

Sonderausstellung im technischen Museum Wien


Ein Herzschrittmacher der neusten Generation ist so groß wie eine 2-Euro-Münze (Foto:fotodienst.at)
Ein Herzschrittmacher der neusten Generation ist so groß wie eine 2-Euro-Münze (Foto:fotodienst.at)

Wien (pte021/26.09.2008/13:59) - Am 8. Oktober 1958 wurde dem Schweden Arne Larsson der erste vollständig implantierte Herzschrittmacher der Welt eingesetzt. "Damals musste man dafür noch den ganzen Brustkorb öffnen", meinte Konrad Steinbach, Präsident des österreichischen Herzfonds http://www.herzfonds.at , heute, Freitag, in Wien. Anlässlich des 50. Geburtstages des Herzschrittmachers eröffnet am kommenden Sonntag eine Sonderausstellung im Technischen Museum Wien http://www.tmw.at (TMW) ihre Pforten. Bis zum 30. April 2009 können sich Besucher über die Entwicklung des kleinen Lebensretters informieren. "Zudem wird es Fachvorträge von Ärzten geben und zahlreiche museumspädagogisches Angebote, mit denen wir das Thema Herzschrittmacher auch Kindern näher bringen wollen", erklärt TMW-Direktorin Gabriele Zuna-Kratky gegenüber pressetext.

"Auch wenn ein Österreicher durchschnittlich erst mit 76 Jahren seinen ersten Herzschrittmacher bekommt, sollten auch Kinder und Jugendliche wissen, wie sie funktionieren und welche Bedeutung sie haben", sagt Michael Nürnberg, Experte für Herzschrittmacher am Wilhelminenspital Wien, im pressetext-Gespräch. Insgesamt knapp 50.000 Herzschrittmacher seien seit 1963 in Österreich implantiert worden. Zwischen 30.000 und 35.000 Patienten leben heute mit einem Herzschrittmacher in der Alpenrepublik. "Der große Unterschied zu früher ist aber, dass heute nicht mehr alle ein bis zwei Jahre die Geräte erneuert werden müssen, sondern erst nach sechs bis sieben Jahren", weiß Nürnberg zu berichten. Zwar würden die Batterien je nach Belastung auch bis zu zwölf Jahre halten, doch sei die Entwicklung auf dem Gebiet der Herzschrittmacher so rasant, dass nach spätestens zehn Jahren ein neuer eingesetzt werde. "Quasi ein Upgrade fürs Herz", meint Nürnberg weiter.

"War der Herzschrittmacher vor zwei Jahrzehnten nicht viel mehr als ein Herz-in-Gang-Halter ist er heute ein umfangreiches Monitoring-System", fährt Steinbach fort. So können Geräte der aktuellen Generation Dauer-EKG-Aufzeichnungen vornehmen, die via Handy an den behandelnden Arzt übermittelt werden. "Ziel der Entwicklung ist, dass beim Herzschrittmacher noch mehr derartige Funktionen integriert werden und der Arzt somit schnell ein umfangreiches Krankenbild des Patienten erhält", sagt Nürnberg.

Doch nicht nur bei den Funktionen, sondern auch in Größe, Gewicht und Preis hat der Herzschrittmacher in den vergangenen 50 Jahren zahlreiche Entwicklungsstadien durchlaufen. War er in seinen Anfängen fast 130 Gramm schwer, doppelt so groß wie eine Streichholzschachtel und musste in einer aufwändigen Operation im Bauchraum befestigt werden, dauert die Implantation des 2-Euro-Stück großen Gerätes heutzutage keine halbe Stunde mehr. "An sich könnten wir zumindest die Austauschoperationen ambulant vornehmen, doch aus Rentabilitätsgründen und zur Beobachtung bleiben die Patienten meist zwei Nächte im Krankenhaus", erläutert Steinbach. Herzschrittmacher kosten heute je nach Ausstattung zwischen 3.000 und 4.500 Euro, vor einem halben Jahrhundert schlugen sie mit umgerechnet 10.000 Euro zu Buche.

"Selbst wenn ein junger Mensch einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommt, muss er kaum mit großen Beeinträchtigungen seiner Lebensgewohnheiten rechnen", sagt Nürnberg. Denn im Gegensatz zu Vorgängermodellen würden selbst Handystrahlung und Metalldetektoren wie sie an Flughäfen eingesetzt werden, den Geräten nichts mehr ausmachen. "Dennoch rate ich meinen Patienten immer, zu sagen, dass sie einen Herzschrittmacher haben. Nicht etwa, weil die Strahlen gefährlich für sie sind, sondern weil sie dann schneller beim Check-In fertig sind", erzählt Steinbach. Nur extremer externer Druck auf die Elektroden des Herzschrittsmachers könnte zu Problemen führen, da sich diese lösen könnten. "Deshalb wurde auch die Gurtpflicht für Herzschrittmacher-Patienten gelockert", sagt Steinbach abschließend.

Die Fotos finden Sie zum Download unter: http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=2091&start=1

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Erik Staschöfsky
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail: staschoefsky@pressetext.com
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